Guter Rat: nicht verrückt machen lassen

Schwangerschaftstagebuch von Christine, Teil 1

Woche 24, Tag 5

Ich habe inzwischen fast zwei Drittel meiner Schwangerschaft hinter mir und die „angenehme Zeit“ wird jetzt bald Vergangenheit sein. Mein Bauch ist inzwischen schon so groß, dass ich von Nichteingeweihten angesprochen werde, ob ich ein Kind erwarte. Ich war heute das erste Mal bei der Hebamme, wo jeden Freitag Sprechstunde ist und gleichzeitig ein Frühstück für Schwangere und junge Mütter stattfindet.

Irgendwie kam ich mir bei diesem Treff etwas fehl am Platz vor. Die Frauen dort kannten sich alle, waren wohl verheiratet, teilweise auch Hausfrauen – und ich saß dazwischen, allein erziehend, berufstätig, ohne Mann und konkret zu wissen wie es weitergeht. Auf Themen wie welcher Fotograf die schönsten Babyfotos macht usw. konnte und wollte ich mich nicht einlassen. Es scheint, als habe Kinder bekommen bei uns nur mit einer Sache zu tun: Geld ausgeben.

Das Gespräch mit der Hebamme selbst verlief sehr positiv: Sie hatte mich bereits bei und nach der Geburt meiner Tochter begleitet und ist eine vernünftige und bodenständige Frau, bei der ich mich gut aufgehoben fühle. Sie bestätigte mir, dass es dem Baby gut ging, gab mir (hilfreiche!) Tipps wie ich mit Hausmitteln gegen die Schwangerschaftsbeschwerden und besprach mit mir meine Wünsche für die Geburt. Am Wichtigsten fand ich jedoch ihren Rat, dass ich mich nicht verrückt machen lassen und auf die Signale meines Körpers hören solle.

Ich gehe nun motiviert ins Wochenende. :-)

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