Erdbeben trifft Shan-Staat in Myanmar – World Vision im Einsatz für Opfer

Vom Erdbeben verursachte Risse in einer Straße in Myanmar

Die Straße zu Tar Lay Brücke hat tiefe Risse. Mindestens 47 Menschen starben in Tar Lay.

Heute, am 25. März, verfolgen wir nicht nur die Nachrichten aus Japan, sondern auch aus der Grenzregion von Maynmar (früher Birma), Thailand und Laos. Dort trieb gestern ein Erdbeben der Stärke 7.0 viele Menschen auf die Straßen, und leider folgten bald traurige Meldungen über Tote und Verletzte. World Vision nahm umgehend Kontakt zu Mitarbeitern in den am härtesten betroffenen Gebieten auf und schickt Erkundungsteams in ca. 20 Dörfer.

Informationen von World Vision Myanmar, übersetzt von Dirk Bathe

“In den beiden betroffenen Gebieten Tarchilek und Kyaing Tong ist World Vision seit langem tätig. Nachdem wir sichergestellt haben, dass unseren Mitarbeitern und ihren Familien nichts geschehen ist, konzentrieren wir uns jetzt darauf jenen zu helfen, die am meisten betroffen sind“, erklärte Chris Herink, Landesdirektor von World Vision Myanmar.

Ein Experte für Katastrophenhilfe und ein weiterer für die Informationsarbeit wurden zusätzlich zum vorhandenen Mitarbeiterstab von World Vision und freiwilligen Helfern in die betroffenen Gebiete geschickt.

Chris Herink erklärte zudem, “dass die Erkundungsteams schon seit heute Morgen im Einsatz sind. Sie werden feststellen, welcher Schaden entstanden ist, wo er am größten ist und welche Hilfe am dringendsten benötigt wird.“

Erste Hilfe für einen Verletzten

World Vision Myanmar betreut zwei Regionalprogramme, Tarchilek and Kyaing Tong. Beide werden von World Vision Hongkong finanziert und liegen dicht am Epizentrum des Erdbebens. Besonders betroffen sind die Ortschaften Tar Lay and Mong Lin.

Nach jüngsten Berichten sind 74 Menschen ums Leben gekommen. 110 weitere wurden verletzt. Über 240 Gebäude sind eingestürzt. Die Opferzahlen werden vermutlich noch steigen, da die Rettungskräfte noch nicht zu einigen schwer getroffenen Dörfern vorgedrungen sind, die in gebirgigen Gegenden liegen.

Ein Mitarbeiter von World Vision aus Tarchilek beschrieb die Szenerie in der vergangenen Nacht: “Die ganze Stadt hat draußen auf der Straße geschlafen. Alle waren verängstigt. Bis zum Vormittag spürten wir noch zehn heftige Nachbeben.

Die beiden betroffenen Gebiete werden normalerweise durch die Tar-Lay-Brücke verbunden, die jetzt aber unpassierbar ist. Auch sind Wassertanks und-leitungen beschädigt.

Ein eingestürztes Haus in Tar Lay

Auf Bitten der Provinzregierung wird World Vision zunächst 250 Haushalte mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgen. Weitergehende Maßnahmen werden veranlasst sobald die Erkundungsteams entsprechende Erkenntnisse über die Lage gesammelt haben.

Unterdessen haben die World Vision Büros in China, Laos, Thailand und Vietnam berichtet, dass in ihren Gebieten keine größeren Schäden entstanden sind. In diesen Ländern war das Beben ebenfalls zu spüren gewesen.

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