“Frisches Wasser ist Luxus”

Kevin freut sich über frisches Wasser

Kevin freut sich über frisches Wasser

Im Februar 2011 besuchte die World-Vision-Patin Gaby Kennert im Rahmen einer Honduras/Nicaragua-Reise ihr Patenkind Kevin in der Nähe der honduranischen Hauptstadt Tegicugalpa.Hier ist ihr Bericht:

Morgens um 8 Uhr holt mich der Mitarbeiter von World Vision, Manuel Castro, in einem Jeep ab. Wir fahren zum Büro außerhalb der Hauptstadt nach Sabeh Grande, wo uns weitere Mitarbeiter/innen die Arbeit von World Vision vorstellen, wie wichtig es z.B. ist Eltern und Kinder für den Schulbesuch zu motivieren und die Kinder nicht stattdessen zur Arbeit aufs Feld zu schicken.

Dann, während unseres Gesprächs, kommt mein Patenkind Kevin mit seinen Eltern dazu. Die Begrüßung ist sehr herzlich mit Umarmung und die Freude ist riesig. Ich bekomme von Kevin ein kleines süßes Geschenk, Blumen in einem Herz. Kevin freut sich über den mitgebrachten Fußball, den er direkt aufpumpt. Ebenso kommen die Kalender aus Deutschland gut an und die Eltern von Kevin interessieren sich für die Bilder aus meiner Heimatstadt.
Gemeinsam machen wir uns im Auto auf den Weg zum Dorfprojekt „Saba Jideh“, besuchen einen neu gebauten Brunnen auf einem Berg. Von dort aus gibt es eine tolle Aussicht über das Umland.
Das frische Wasser aus dem Brunnen ist ein Luxus in dieser wasserarmen Gegend. Kevins Eltern leben von selbstangebauten Bohnen und Mais. Es gibt zu wenig Wasser für mehr Landwirtschaft. Der Vater von Kevin arbeitet nebenbei gering bezahlt als Landarbeiter bei der Beladung von LKWs.
Nach dem Besuch des Dorfes besuchen wir mit der Familie Cruz und den Mitarbeiter/innen von World Vision ein landestypisches Restaurant mit typisch honduranischer Speise: Bohnenmus, Kochbananen, Ei, gegrilltes Schweinefleisch und Tortillas. Die Atmosphäre ist entspannt. An dem Restaurant gibt es einen lauschigen Zoo mit Papageien, Pumas, Straußen, Gänse und Affen, den Kevin begeistert mit mir zusammen entdeckt.
Auf dem weiteren Weg besuchen wir die Schule von Kevin. Innerhalb einer Unterrichtsstunde zeige ich auf einer mitgebrachten Weltkarte den Kindern, wo Deutschland und wo Honduras liegt. Ebenso kommen die mitgebrachten Schulmaterialien gut an. Die Kinder tragen blauweiße Schuluniformen. Nach dem Unterricht gehen wir hinaus auf den Schulhof zur „Pinietta“, ein spaßiges Kinderfest, bei dem eine mit Bonbons gefüllte Strohpuppe aufgehangen ist und die Kinder versuchen diese mit einem Stock zu treffen, bis sie aufplatzt, die Bonbons herausfallen und die Kinder sich dann auf diese stürzen.
Nach dem Fest bleibt Kevin noch in der Schule. Die Kinder haben im Wechsel auch bis nachmittags 17 Uhr Unterricht.
Wir verabschieden uns von dem Schuldirektor, der noch ein paar Fußbälle für das Sportprojekt bekommt, dann fahren wir mit den Eltern von Kevin zurück und laden sie zum Einkauf in einem kleinen Gemischtwarenladen für den täglichen Bedarf ein. Die Freude und Dankbarkeit ist groß´, da so ein Einkauf finanziell für die Familie nur selten möglich ist.
Dann verabschieden wir uns – nicht ohne das Versprechen, Fotos zu schicken.
Der Besuch und der persönliche Kontakt vor Ort sind eine Bestätigung für die gut durchdachte Entwicklungsarbeit von World Vision und ich wünsche dieser wichtigen Arbeit weiterhin guten Erfolg.

5 Kommentare

  1. Ecker Evelyn, 26. April 2011

    Hallo!
    Habe auch ein Patenkind aus Honduras aus demselben Projekt. Mein Patenkind heißt Cristina Lizbeth Cruz. In Ihrem Bericht war die Rede das sie mit einer Familie Cruz wegfuhren. Ich weiß nicht wie weit verbreitet dieser Name dort ist. Haben Sie vielleicht ein Mädchen mit diesem Namen gesehen. Würde mich sehr interressieren. Vielen Dank!
    Liebe Grüße

  2. Gaby Kennert, 27. April 2011

    Hallo Evelyn Ecker,

    der Name Cruz ist oft verbreitet in Honduras. Ein Mädchen mit diesem
    Namen habe ich nicht getroffen. Mein Patenkind Kevin war das einzige KInd der
    Familie.

    Liebe Grüße Gaby Kennert

  3. Manja Blümke, 27. August 2012

    Hallo,

    ich habe auch ein Patenkind im selben Projekt und würde die Kleine auch gerne besuchen. Gerne würde ich wissen wie SIe die Reise organisiert haben. Hätten Sie Lust mit mir Kontakt aufzunehmen?

  4. Hallo Frau Blümke, 27. August 2012

    Gerne können Sie über mail mit mir Kontakt aufnehmen. Falls sie eine Rufnummer
    hinterlassen, rufe ich sie an.

    Grüße Gaby Kennert

  5. Hallo Frau Blümke, 27. August 2012

    Hallo Frau Blümke,

    meine email-Adresse lautet: Gabriele-kennert@arcor.de

    Grüße Gaby Kennert

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