Fußballstar Lira Bajramaj setzt sich für den Frieden in Kosovo ein

Lira Bajramaj und die Kinder vom "Kids for Peace"-Klub

Sie war noch keine fünf Jahre alt, als Nationalspielerin Lira Bajramaj mit ihrer Familie aus ihrer Heimat Kosovo flüchten musste. Damals fürchteten sie wegen der serbischen Unterdrückung um ihr Leben und suchten in Deutschland Schutz und eine sichere Zukunft. Jetzt hat die Nationalspielerin und Weltmeisterin von 2007 wieder ihre Heimat besucht.

Und wurde von hunderten Kindern begeistert empfangen. Der Grund: die schöne Sportlerin engagiert sich für das Projekt “Kids for Peace” der Hilfsorganisation World Vision. Dabei lernen Kinder aus albanischen und serbischen Familien, wie sie besser miteinander leben und Konflikte ohne Hass bewältigen können. “Auch wenn der Krieg schon seit vielen Jahren vorbei ist – es bleibt noch viel zu tun, um echten Frieden zu schaffen”, sagt die 23 jährige Bajramaj. “Deshalb engagiere ich mich gerne für dieses Projekt.”
Die 23jährige Bajramaj war 1992 zusammen mit ihrem Vater, ihren zwei Brüdern und einem Onkel über Bulgarien, Rumänien und die CSSR nach Deutschland geflohen. Ein naher Verwandter des Vaters war zuvor ermordet worden, auch wurde das Elternhaus der Bajramajs niedergebrannt. Dennoch setzt sich Lira Bajramaj für Versöhnung zwischen Serben und Albanern im Kosovo ein: “Schließlich können die Kinder nichts dafür, was damals geschah.
In Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, zeigten dann über 100 Mädchen und Jungen bei einem Turnier, wie gut sie Fußball spielen und freuten sich, den Siegerpokal aus der Hand von Lira Bajramaj überreicht zu bekommen. Anschließend feierten serbische und albanische Kinder gemeinsam das 10jährige Bestehen des “Kids for Peace”-Projektes – mit Lira Bajramaj und einer riesigen Torte. Über 3000 Kinder haben sich bislang in den “Kids for Peace”-Klubs engagiert. Diese Klubs werden in Schulen mit Hilfe von World Vision gegründet. Ihr Konzept: Durch gemeinsame Aktionen wie Fußballspiele, Theater- und Tanzprojekte lernen serbische und albanische Kinder den friedvollen Umgang miteinander. Sie unterrichten sich gegenseitig in Konfliktbewältigung und fungieren als Friedensbotschafter in ihren Familien.

1 Kommentar

  1. Strobelt, Thomas, 22. Januar 2012

    Es beeindruckt mich sehr, wie Lira Bajramaj den Sport als Brücke zu einem friedlichen Miteinander nutzt. Eine junge Generation, die den Krieg (zum Glück) nur aus Erzählungen und Büchern kennt, muss immer die Chance auf einen Neubeginn und ein friedliches Miteinander bekommen. Lira hat hier eine wichtige Vorbildfunktion!

    Thomas Strobelt, Lüneburg

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