Tiefgrüne Wälder ein selten gewordener Anblick

Ostafrika-Referent und Diplombiologe Thomas Kalytta ist zur Zeit in Kenia unterwegs. In der Region am Viktoriasee will er unter anderem ein neues Projekt zum Schutz der letzten Wälder anstoßen. Die laufenden Projektmaßnahmen in Magunga und Lambwe zu begutachten und weitere zu besprechen ist ein weiteres Ziel seiner Reise. Obwohl jeder Arbeitstag sehr lang ist, möchte er Sie an seinen Erlebnissen gerne teilhaben lassen.

 
Kenia-Projektreise, Tag 1
Nairobi im Morgengrauen. Die ganze Nacht geflogen, aber kein Bett in Sicht. Habe 6 Stunden Aufenthalt und meditiere. Um 13:30 geht es weiter nach Kisumu an den Viktoriasee. Die Cola putscht mich auf und ich mache mich an die Emails. Noch eine Stunde und ich kämpfe wieder mit der Müdigkeit. Dann der plötzliche Aufruf. Hastig schließe ich alle Dokumente, zu hastig, denn ich vergesse das wichtigste zu speichern. Ärger will aufkommen über die vergebliche Mühe, doch die klare Sicht durch das Bullauge versöhnt mich.

Tiefgrüne Wälder wechseln mit hellgrünen Teeplantagen. Bei schlechtgeputzter Brille könnte man da unten den Schwarzwald vermuten. Tatsächlich ist das hier die Ausnahme, denn Kenia hat nur noch 4% Waldbedeckung, ein Grund für meine Reise.

Halleluja, der Koffer ist auch angekommen. Ich werde pünktlich abgeholt. Die Fahrt ins Projekt dauert jetzt nur noch lächerliche 3 Stunden, okay mit zwei Zwischenbesuchen werden es am Ende fünf. Die beiden letzten auf „erfrischender“ Schlaglochpiste.

Gegen 19 Uhr erreichen wir die Unterkunft. Diese hat die Silhouette einer traditionellen Hütte, entpuppt sich dann aber als Waschraum aus Ziegeln mit angebautem Hauszelt mit gutem Mobiliar. Ehrlich gesagt interessiert mich nach 26 Stunden Reisezeit nur noch das Bett. Die Abertausend winzigen Zweiflügler werden durch das Moskitonetz ausgesperrt. Endlich Ruhe.

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