Wasser für die Schüler und saubere Öfen – kleine Highlights aus Magunga und Lambwe Valley

 

Reiseblog von Thomas Kalytta, Tag 4 und 5

Am 4. Tag meiner Reise sehe ich mir aktuelle Projektaktivitäten in Magunga an. An den Schulen gibt es sogenannte Gesundheitsclubs. Einen davon darf ich kennenlernen. Begeistert führen mir die Grundschulkinder einen Tanz mit Sprechgesang vor. Die Botschaft richtet sich an die Erwachsenen, HIV ernst zu nehmen und warnt auch die Kinder davor. Ich bin gerührt! Mir fallen die neuen Toiletten im Hintergrund auf. Hinzu kommen Wassertanks, die das Regenwasser sammeln, das zum Händewaschen verwendet wird. Ein erster Kontrapunkt den World Vision setzen konnte.

Am Nachmittag bespreche ich mit dem Projektteam wichtige Dokumente durch, denn morgen wird es schon wieder zurück nach Kisumu gehen.

5. Tag:
Heute haben wir viel vor, denn das Nachbarprojekt Lambwe Valley will uns einiges zeigen und um 15 Uhr steht ein wichtiges Treffen in Kisumu an. Doch erst einmal kämpfen wir mit einem platten Autoreifen. Keine Seltenheit hier. Überhaupt erklärt mir der Fahrer, dass neue Reifen kaum ein Jahr halten bei dem steinigen Terrain. Dank Ersatzrad dauert die Panne nicht allzu lange. Doch der Fahrer geht auf Nummer sicher und lässt den kaputten Reifen im nächsten Ort flicken. Mit abenteuerlichem Werkzeug macht sich der freundliche Bastler ans Werk. Das kann dauern!

Ich nutze die Gelegenheit für ein paar Schnappschüsse und gehe zum Fischerhafen. Das Wasser stinkt und die Fische sind schon alle verladen. Ein Seidenreiher schaut mich misstrauisch an. Dann geht es auch weiter. Ich verabschiede mich vom Magunga Team und wir brettern über die Staubpiste nach Lambwe Valley. Dort erwartet mich das Team schon und zeigt mir eine Dorfbaumschule sowie die „neusten Modelle“ Energie-sparender Öfen.

Eine Aids-Selbsthilfegruppe wurde von World Vision über die Vorteile dieser Öfen geschult. Tatsächlich spart man damit bis zu 60% Feuerholz im Vergleich zu dem üblichen „3-Steine-Herd“. Außerdem entsteht kaum gesundheitsschädlicher Rauch. Eine nützliche Innovation also, die am Ende auch den Wäldern zugutekommt.

Im Auto versuche ich noch offene Fragen des Lambwe Teams zu beantworten, so gut es eben geht, denn für eine längere Sitzung gibt es keine Zeit mehr, weil wir das Treffen von vier Partnerorganisationen für den Gwassi Hills Antrag an die Bundesregierung nicht verpassen dürfen. Ordentlich durchgeschüttelt treffen wir 10 Minuten vor dem Treffen in Kisumu ein. Meine Hose ist inzwischen getrocknet über die ich mir den kühlen Ananassaft geschüttet hatte, den mir meine lieben Kollegen aus Lambwe mitgaben.

Keine 3 Stunden später stehe ich wieder am Flugplatz. Noch während der Autofahrt half man mir das nötige Flugticket zu besorgen und so hebe ich in der trüben Abendsonne nach Eldoret ab. Ich freue mich auf ein Abendessen – allein! Endlich ein Tag Verschnaufpause mit Lesen von Emails und Schreiben von Berichten, bevor es am Sonntag zum nächsten Einsatz in die Dornsavanne zu den Viehzüchtern geht, die empfindlich von der ostafrikanischen Dürre betroffen sind. Das wird sicherlich nicht weniger spannend.

Schreiben Sie einen Kommentar


− 3 = vier