Wachsende Not im Grenzgebiet zwischen Sudan und Südsudan

Aus den umstrittenen Grenzgebieten zwischen Sudan und Südsudan kommen Berichte über heftige Kämpfe, bei denen auch schwere Artillerie und Bombenabwürfe eingesetzt wird werden. Die Stadt Bentiu soll in den vergangenen Tagen Ziel von mehr als 30 Angriffen gewesen sein.

Besprechung der Sicherheitsslage im Büro in Leer, Unity State.

World Vision hat wegen der Kämpfe seine Einsatzbasis von Bentiu nach Leer verlegt, versorgt die wachsende Anzahl von Binnenflüchtlingen in der Region aber weiter mit Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern. Wie Landeskoordinator Edwin Asante berichtet, stimmen die Helfer die Einsätze jeweils mit den Vertretern der Vereinten Nationen ab, um die Risiken zu kalkulieren.

Leider hat sich auch in anderen Regionen die Sicherheitslage verschlechtert. So erfuhr World Vision in der vergangenen Woche von der Entführung mehrerer Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in den Bundesstaaten Upper Nile und Unity State. World Vision hat die Programm-Aktivitäten in Upper Nile zurückgefahren, hält jedoch seine Strukturen für Nothilfe-Einsätze aufrecht, die durch Friedensverhandlungen oder Hilfskorridore möglich werden könnten.

Internationale Beobachter gebe es in den Grenzregionen allerdings nicht, sagt Edwin Asante, und daher sei es schwierig, verlässliche Informationen über eingeschlossene Zivilisten zu bekommen. „Sie können wahrscheinlich nicht fliehen, weil sich nur das Militär frei bewegen kann“, vermutet Asante.

 Schweizer Helfer überlebt Flugzeug-Unglück

Der Schweizer Martin Hiltbrunner, der für World Vision unter anderem wegen eines Medikamententransports in den Südsudan gereist war, hat gestern unterdessen einen Flugzeug-Unfall mit leichten Verletzungen überlebt. Das UN-Flugzeug war beim Landanflug auf die Stadt Yambio von der Piste abgekommen und hatte sich überschlagen. Auch die anderen Passagiere überlebten das Unglück, das nicht mit den Kämpfen in Zusammenhang stand.

 

 

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