Tropensturm Isaak bedroht Haiti

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In Zeltstädten wie diesen leben noch immer fast 400.000 Menschen

In Zeltstädten wie diesen leben noch immer fast 400.000 Menschen

Er trägt den Namen eines der Stammväter Israels – aber die Mitarbeiter von World Vision in Haiti und der Dominikanischen Republik hoffen, dass der Tropensturm „Isaak“ keine Zerstörungen biblischen Ausmaßes verursachen wird. Der Sturm wird an diesem Wochenende genau über die Karibik-Insel hinweg ziehen und erste Auswirkungen sind bereits seit Donnerstagabend zu spüren.

“In der Karibik, in dieser Zeit des Jahres, haben wir ständig ein Auge auf das Wetter”, sagte Claudio Done, Direktor von World Vision in der Dominikanischen Republik. “Diese Art von Stürmen kann sehr plötzlich auftreten und sie haben verheerende Auswirkungen auf eine große Zahl von Menschen. Auf einer Insel lebend, können wir nicht auf Hilfslieferungen warten, die dann nötig werden. Wir müssen darauf vorbereitet sein, sofort zu reagieren mit einem Verteilungsplan und Hilfsgütern vor Ort, um sie den Menschen zu geben, die sie benötigen werden. ”

World Vision hat Planen, Decken, Wasser, Koch-Sets, Hygiene-Kits, Moskitonetze und Bettwäsche an zentralen Stellen gelagert um mehr als 10.000 Familien allein in Haiti  in der unmittelbaren Zeit nach dem Sturm helfen zu können. Zusätzliche Lieferungen stehen in Lateinamerika sowie in den Vereinigten Staaten bereit.

Vor allem die vielen Opfer des Erdbebens von 2010, die noch immer keine feste Bleibe haben, werden von den Auswirkungen des Sturms betroffen sein. “Es gibt rund 400.000 Menschen in der Hauptstadt in Port-Au-Prince die noch in Lagern leben. Sie sind die am meisten Gefährdeten, sollte der Sturm die Stadt treffen”, sagt Jean-Claude Mukadi, Direktor von World Vision in Haiti. “Ohne eine stabile Abwasserentsorgung und feste Unterkünfte kann schwerer Regen akute Probleme verursachen. Zum Beispiel, dass die Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verlieren. Aber auch Krankheiten, die durch Wasserverschmutzung verbreitet werden.”

Um möglichst effektiv zu helfen, arbeitet World Vision auch mit den wichtigsten Beteiligten, einschließlich der lokalen Regierungen, lokalen und internationalen Nicht-Regierungs-Organisationen und UN-Agenturen zusammen. So soll auch die Sicherheit von Menschen die in ländlichen Gebieten leben gewährleistet werden. Dort hat World Vision in den vergangenen Jahren Katstrophenvorsorge wie etwa die Wiederaufforstung von Berghängen betrieben, die so besser gegen Schlammlawinen und Sturzwasser geschützt sind.