Der World Vision-Trainee Blog – Teil 1 Äthiopien

Das World Vision-Traineeprogramm ist ein Angebot für junge Akademiker, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und Interesse an einer Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit oder Humanitären Hilfe haben. Die Traineezeit dauert 12 Monate, davon 5 Monate bei World Vision Deutschland und 6 Monate in einem unserer Auslandsbüros.

Vor etwa einem Monat sind unsere beiden Trainees, Katharina Witkowski und Ann-Kathrin Pippert, zu ihren Auslandeinsätzen in Ostafrika und Vanuatu aufgebrochen. Im Blog berichten sie in den kommenden Monaten von Eindrücken aus fremden Kulturen, spannenden Begegnungen und der Projektarbeit von World Vision.

Anbei unser erstes Bericht von Katharina Witkowski aus Kenia und Äthiopien:

Ostafrika: genau der richtige Ort um etwas über humanitäre Hilfe zu lernen


Endlich ist es soweit! Nach einem Jahr Vorbereitungszeit im deutschen World Vision Büro geht mein Traineeprogramm in die nächste Runde: der 6-monatige Auslandseinsatz! Als Trainee in der humanitären Hilfe war für mich schnell klar, dass ich nach Ostafrika wollte. Wieso ausgerechnet Ostafrika? Nun, wenn man etwas über humanitäre Hilfe lernen möchte, ist das der richtige Ort!

Nach einer hektischen letzten Woche in Deutschland mit Packen, letzten Erledigungen und zahlreichen Verabschiedungen von Familie, Freunden und Kollegen ging es im Flieger Richtung Nairobi. Hier werde ich zunächst bis Dezember für das “Horn of Africa Response to Drought (HARD)” Team von World Vision arbeiten. Das HARD-Team wurde im Zuge der Dürre am Horn von Afrika im Jahr 2011 gegründet und unterstützt die vier betroffenen Länder Tansania, Kenia, Somalia und Äthiopien bei den Nothilfeprojekten von World Vision. Eine gute Gelegenheit für mich die verschiedenen Länderbüros kennen zu lernen und unterschiedliche Projekte besuchen zu können. Im Anschluss  werde ich ab Dezember das World Vision Somalia Buero unterstützen.

Karibu! Welcome to Kenya!


Diesen herzlichen Willkommensgruß höre ich bereits am Flughafen in Nairobi – und werde ihn in meinen ersten Wochen in Kenia wohl noch öfters hören. Nairobi  beherbergt zahlreiche internationale Hilfsorganisationen; auch World Vision ist hier mit dem Ostafrika- Regionalbüro, sowie den Büros von Kenia, Somalia und Sudan stark vertreten. Ich freue mich, endlich viele Kollegen kennen zu lernen, die ich bislang nur vom Emailaustausch kannte. Bereits nach einer Woche fühle ich mich so wohl, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, dass ich doch erst vor kurzem hier angekommen bin!

Trotz der intensiven und guten Vorbereitung von World Vision in Deutschland gibt es einige Sachen, die ich nicht im Traineeprogramm gelernt habe und an die ich mich erst gewöhnen muss. Dazu gehören kleine alltägliche Dinge wie die Auswahl der richtigen Mehlsorte in einem meterlangen Supermarktregal mit über 50 verschiedenen Mehlsorten, die Kuhherden die beim Überqueren der Straßen den Verkehr in Nairobi lahm legen oder Kenianer die mir stolz die Namen der kompletten deutschen Nationalelf auflisten – da kann ich nicht mithalten!

Bereits nach zwei Wochen in Kenia war es für mich wieder Zeit meine Tasche zu packen: es ging nach Äthiopien! Hier bin ich insgesamt vier Wochen in der Hauptstadt  Addis Abeba und unterstütze die Kollegen bei ihrer Arbeit.

Das Foto zeigt unser World Vision Buero in Addis Ababa, Aethiopien.

 

“Tibes”- ein traditionelles Fleischgericht in Aethiopien.

 

In Äthiopien geht gerade die Regenzeit zu Ende und die Hügel- und Berglandschaft, die die Stadt umgibt, strahlt in saftigen Grüntönen – ein herrlicher Anblick.

Auf zum Projektbesuch: Vorfreude und viele Fragen

Nachdem ich diese Zeilen beendet habe, werde ich wieder meine Tasche packen: Ab morgen geht es endlich ins Feld zu den Projekten. Ich werde zunächst nach Dollo Ado in das Flüchtlingslager an der äthiopisch-somalischen Grenze reisen. Danach geht es in den Süden Äthiopiens, wo ich die Projekte, die gemeinsam mit Aktion Deutschland Hilft umgesetzt werden, besuche.

Ich freue mich darauf, endlich sehen zu können, welche Hilfe World Vision vor Ort leistet! Gleichzeitig frage ich mich aber auch, wie es sein wird, zu sehen unter welchen Bedingungen die Flüchtlinge in Dollo Ado leben? Wie wird die Reise klappen quer durch das Land zu den traditionellen Völkern im Süden Äthiopiens? Was werde ich erleben und welche Herausforderungen werden sich mir auf dieser Reise stellen?

Und hier gehts zu unserem zweiten Trainee-Bericht, lesen Sie gleich weiter!

 

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