Wolfgang Niedecken erhält Verdienstorden für Engagement in Afrika und Rebound-Projekt

Engagierte Schülerinnen und Schüler waren dabei, als Wolfgang Niedecken von Bundespräsident Gauck mit dem Verdienstorden erster Klasse ausgezeichnet wurde. Anne Will (rechts im Bild), die sich wie er für die Hilfsaktion "Gemeinsam für Afrika" engagiert, moderierte die Veranstaltung.

Engagierte Schülerinnen und Schüler waren dabei, als Wolfgang Niedecken von Bundespräsident Gauck mit dem Verdienstorden erster Klasse ausgezeichnet wurde. Anne Will (rechts im Bild), die sich wie er für die Hilfsaktion

BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken hat von Bundespräsident Gauck das Verdienstkreuz erster Klasse verliehen bekommen. Der Künstler ist seit Jahren als Botschafter der Aktion "Gemeinsam für Afrika" aktiv und setzt sich zusammen mit World Vision für die Resozialisierung von Kindersoldaten ein.

„Wir beglückwünschen Wolfgang Niedecken zu dieser hohen Auszeichnung“, erklärte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „Dass der Bundespräsident mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes dringend nötige Projekte zur Resozialisierung ehemaliger Kindersoldaten unterstützt, ist eine große Freude für uns.“

ordenIm Jahr 2008 entstand in Zusammenarbeit mit Wolfgang Niedecken und mit finanzieller Unterstützung des Unternehmens Jack Wolfskin das erste Rebound-Projekt in der Region Pader in Norduganda. Der Name Rebound kommt aus dem Basketball-Sport und bedeutet eine zweite Chance nach einem missglückten Korbeinwurf. Genau diese zweite Chance sollten ehemalige Kindersoldaten und kriegsgeschädigte Jugendliche bekommen. Die Mädchen und Jungen erhielten neben psychologischer Betreuung, Friedenserziehung und Trainings für ein selbstständiges Leben eine Berufsausbildung mit einem Startkapital, um so auf eigenen Füßen stehen zu können. Von 263 geförderten Jugendlichen schlossen 252 ihre Ausbildung erfolgreich ab. In ihren Heimatdörfern wurde mit Theaterspiel und Diskussionsforen für die Akzeptanz der Jugendlichen und für die Versöhnung mit ihren Familien geworben.

Ein zweites Rebound-Projekt startete Wolfgang Niedecken zusammen mit World Vision 2011 in der unbefriedeten Kivu-Region im Ostkongo. Das Projekt verfolgt das Ziel, pro Jahr ca. 80 Mädchen und Jungen eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen und ihnen durch professionelle sozio-psychologische Betreuung neue Zukunftsperspektiven zu geben. Manche der geförderten Kinder und Jugendliche mussten die Ermordung ihrer Eltern mit ansehen und wurden anschließend von Milizen versklawt, andere gelangten durch Hunger und Not in die Hände bewaffneter Gruppen oder skrupelloser Bordellbesitzer.

Im Rebound-Zentrum in der Stadt Beni werden ihnen neben einer Traumabehandlung aktuell Ausbildungskurse im Schreinern, Nähen, Kochen und in Automechanik angeboten. Am Ende ihrer Ausbildung erhalten sie ein „Startpaket“ mit den wichtigsten Materialien, um ihr Handwerk ausüben zu können. Den Jüngsten unter ihnen wird endlich der Schulbesuch ermöglicht. Der letzte Jahrgang der Ausgebildeten hat schon einige erfolgreiche Kleinunternehmer hervorgebracht wie den jungen Schreiner Zebra, der in seiner Werkstatt bereits 6 Angestellte beschäftigt.

Bundespräsident Gauck betonte in seiner Rede, dass Rebound-Projekte kein Einzelfall bleiben sollten. Sie müssten angesichts der großen Not vieler Kinder ausgeweitet werden. World Vision würde auch gerne noch weitere Rebound-Projekte umsetzen, beispielsweise in Butembo und Lubero, wo die Problematik ähnlich ist.

Unterstützung braucht das Kinderhilfswerk dazu jedoch auch von Seiten der Politik. Dazu der World-Vision-Experte Ekkehard Forberg: „Grundsätzlich kann sich die Situation für die Kinder nur dauerhaft verbessern, wenn lokale Autoritäten für mehr Sicherheit sorgen, sie müssen die Rekrutierung von Kindern als Kindersoldaten verhindern und Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt schützen. Darauf kann auch die Bundesregierung einwirken.“

Bundespräsident Gauck, der in seiner Rede das gemeinsame Rebound-Projekt von World Vision und Wolfgang Niedecken sehr begrüßte, erkundigte sich beim World Vision-Team hinterher noch nach weiteren Plänen für den Kongo.

Bundespräsident Gauck, der in seiner Rede das gemeinsame Rebound-Projekt von World Vision und Wolfgang Niedecken sehr begrüßte, erkundigte sich beim World Vision-Team hinterher noch nach weiteren Plänen für den Kongo.

 
Bundespräsident Gauck, der in seiner Rede das gemeinsame Rebound-Projekt von World Vision und Wolfgang Niedecken sehr begrüßte, erkundigte sich beim World Vision-Team hinterher noch nach weiteren Plänen für den Kongo.

Geben Sie mit uns kriegsgeschädigten Kindern eine zweite Chance UND UNTERSTÜTZEN SIE REBOUND!

Erfahren Sie über mehr über “Rebound” unter www.worldvision.de/rebound

Die Rede des Bundespräsidenten können Sie hier nachlesen.

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