Ein Dorfkind im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Beschneiderin in Kenia

Beschneiderin in Kenia

Das Thema „weibliche Genitalverstümmelung“ produziert keine Schlagzeilen mehr – aber nicht, weil das Problem gelöst wäre. Im Gegenteil: In vielen Ländern spielt die unselige Tradition im Alltag von frauen noch immer eine große Rolle, werden junge Mädchen auf brutale Art verstümmelt, sterben manche von ihnen an den Folgen der „Operation“. Heute, am Weltfrauentag, feiert World Vision die 21-jährige Teresa Cheptoo für ihre tapfere Lobbyarbeit im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM).

Auch in ihrer Gemeinde Pokot war die rückwärtsgewandte Praxis tief verwurzelter Bestandteil der Kultur. Im Jahr 2008, als damals 16jährige Gymnasiastin gewann Teresa einen Nobelpreis in der Kinder-Kategorie für ihre heldenhaften Bemühungen, weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in ihrer Gemeinde zu bekämpfen. Ihren Geldpreis von einer Million Schilling (ca. US $ 13.500) spendete sie an das Kipkomoa Advocacy for Girl Child-Programm, die damit eine Bibliothek und viele Schreibtische finanzierte. Denn so sollten Mädchen die Chance auf Bildung bekommen.

Teresa Cheptoo

Teresa Cheptoo

Auch jetzt setzt sich Teresa unermüdlich und in enger Zusammenarbeit mit World Vision für die Aufklärung von Jungen und Mädchen über die negativen Auswirkungen von FGM und zu früher Ehen ein. Heute, am Weltfrauentag, wird Teresa Cheptoo vor der UN-Konferenz zum Status von Frauen in New York auftreten. In der Konferenz wird Teresa über ihr Leben sprechen, ihre Erfahrungen im Kampf gegen Genitalverstümmelung und ihre Erfahrungen, die sie machte, als sie sich den Erwartungen ihrer Gemeinde widersetzte.

Teresa selbst ist ein herausragendes Beispiel für die Macht der Bildung. Als Kind in einem World-Vision-Regionalprojekt aufgewachsen, strebt sie derzeit einen Bachelor-Abschluss an der Universität an.

1 Kommentar

  1. hans, 10. März 2013

    Also es ist echt grausam wie die jungen Frauen verstümmelt werden.
    Es sollte das Dorf wo das gemacht wird nicht mehr mit Hilfsgütern versorgt werden.
    Entsprechende Info warum Sie keine Lebensmittelspenden mehr bekommen wegen den Verstümmelungen der Frauen und dann würde die vielleicht anderst reagieren.

    Viel Erfolg mit entsprechenden Blog.

    Gruss Hans.

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