Weltwassertag: Mit cleveren Lösungen die Wassernot bekämpfen

Weltwassertag

"Life Straws"

In vielen Gegenden der Welt haben Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, ihre Zahl schätzen die Vereinten Nationen auf fast 800 Millionen. Das internationale Kinderhilfswerk World Vision setzt im Kampf gegen die Wasserknappheit auf intelligente und preiswerte Lösungen, die zudem auch genau auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung angepasst sind.

„Wir haben im Südsudan und in Kenia Tausende Geräte verteilt, die sich „Life Straws“ nennen und die selbst Wasser aus Pfützen oder morastigen Flüssen oder Seen trinkbar machen“, erklärt Anna Fenten, Referentin für Humanitäre Hilfe von World Vision. In diesen entfernten, ländlichen Gebieten hat die Bevölkerung keinen Anschluss an das Versorgungsnetz. Häufig leben dort auch Nomaden oder Flüchtlinge, die auch kein Wasser aus Brunnen beziehen können. Anna Fenten: „Ganze Haushalte können so mit den Life Straws versorgt werden. Kostengünstig, einfach zu handhaben und ohne komplizierte Wartung.“

Diese Filter für den Haushalt brauchen weder Motor noch Batterien, da sie sich die Erdanziehung zu Nutze machen und das Wasser aus einem Behälter an der Wand durch einen Schlauch in den Feinstfilter läuft. Anna Fenten: „Dreckwasser oben rein, sauberes Trinkwasser unten raus – dazu braucht man keine technische Kenntnisse oder Reparaturen.“

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Die Filter reinigen über eintausend Liter Wasser, bis sie ausgetauscht werden müssen. Die Nutzer können sie einfach transportieren, was gerade für Vertriebene ein großer Vorteil ist. Die Filter reinigen das Wasser von Parasiten, Viren und Bakterien, das kommt einer effektiven Gesundheitsvorsorge zu Gute. So sterben bislang über eine Million Kinder weltweit jedes Jahr an den Folgen von Durchfallerkrankungen, die durch verdrecktes Wasser verursacht wurden. „Mit den „Life Straws“ können wir das Überleben von Familien sichern und zugleich Spendengelder effektiv einsetzen. Denn ein Haushaltsfilter kostet nur etwa 20 Euro“, so Fenten.

Statt lange auf staatliche Infrastrukturmaßnahmen wie das Verlegen von Wasserrohren vor Ort zu warten, helfen solche technischen Lösungen den Menschen schon jetzt, ihr Überleben zu sichern. „Aber natürlich wird weiterhin unverzichtbar sein, lokale Wasserprojekte in Afrika zu initiieren und zu fördern, Etwa den Bau von Brunnen, oder die Reinigung von großen Mengen Wasser zur Versorgung von Dörfern und Städten“, ergänzt Anna Fenten.

 

Weitere Informationen zu Wasserprojekten von World Vision unter: http://www.worldvision.de/unsere-arbeit-wofuer-wir-uns-einsetzen-trinkwasser-world-vision-weltwassertag.php

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