Großmutter Obama hilft mit beim Umweltschutz

Oma Obama

Die Großmutter von US-Präsident Obama lebt noch immer in einem kleinen Dorf im Westen von Kenia. Sie kennt und schätzt die Arbeit von World Vision in Karemo. ihre vielen Besucherinnen und Besucher will sie auf die Angebote unseres neuen Umweltschutz-Projekts aufmerksam machen.

Die 91-jährige Großmutter von US Präsident Barak Obama lebt noch immer in einem kleinen kenianischen Dorf. Da dieses Dorf im Einzugsgebiet unseres Entwicklungsprogramms Karemo liegt, konnten wir sie besuchen. Die immer noch rüstige alte Dame begrüßte uns freundlich im Schatten der Mangobäume. Wir lobten sie, dass sie es vorzieht, hier auf dem Land zu leben und ihr die Annehmlichkeiten der Stadt nicht wichtig sind. Sie scherzte: „Ich kann doch nicht in die Stadt ziehen. Wer soll dann die Besucher hier empfangen? Außerdem kommen die Landfrauen zu mir, um Rat zu suchen!“

Sarah Auyango Obama kennt sich unter anderem mit Kühen aus und wer sie kennt weiß, dass ihre Kühe sehr liebt. Sie hält  Milchkühe, die bis zu 15l Milch am Tag geben. Doch ihren Landfrauen kann sie noch einiges mehr erzählen. Sie hat Berlin besucht und kam zur Amtseinführung ihres Enkels in die Vereinigten Staaten. Sie kennt und schätzt auch die Arbeit von World Vision.

Kuehe Obama

Wir sprachen mit ihr über das Umweltprojekt, das wir in Karemo gerade auf den Weg bringen. Wir möchten mit der Bevölkerung unter anderem daran arbeiten, den Baumbestand in der Region zu schützen und durch Baumschulen zu verbessern. Wir hoffen die Frauen auch dafür zu gewinnen, holzsparende Öfen einzusetzen und Diesel als Stromquelle – wo möglich und sinnvoll – durch Solarenergie zu ersetzen.

184 Familien testen im Rahmen des Umweltprojekts Solarlampen, die man zur Beleuchtung, aber auch zum Aufladen von Mobiltelefonen nutzen kann.

184 Familien testen im Rahmen des Umweltprojekts Solarlampen, die man zur Beleuchtung, aber auch zum Aufladen von Mobiltelefonen nutzen kann.

Lebhaft unterbrach uns Großmutter Obama und verwies auf ihre Solaranlage, den energie-sparenden Lehmherd und die Obstbäume, die sie anpflanzen ließ. Sie versprach, ihre Erfahrungen damit an die Besucher aus den umliegenden Dörfern weiterzugeben.

Großmutter Obama verwendet selbst einen energiesparenden Lehmofen und will auch andere davon überzeugen.

Großmutter Obama verwendet selbst einen energiesparenden Lehmofen und will auch andere davon überzeugen.

Mit ihrer eigenen Stiftung setzt sie sich auch für Waisenkinder und deren Schulausbildung ein. Sie ließ es sich nicht nehmen, uns eine ihrer Schuluniformen zu präsentieren. Außerdem betonte sie, wie wichtig unsere Arbeit in der Unterstützung der Aidswaisenkinder sei, da viele von ihnen nun von ihren überforderten Großeltern versorgt werden müssten.schuluniformen

Im weiteren Verlauf des Gespräches stellte sich heraus, dass Oma Obama selbst nie das Vorrecht hatte, zur Schule gehen zu können, aber ihren Sohn Obama Senior auf dem Fahrrad 7 km über Feldwege zur Schule brachte. Dort wurde er vom Vater unseres Fahrers Eric John (der links auf dem Bild zu sehen ist) in Englisch und Mathematik unterrichtet. Was für eine überraschende Entdeckung!

Zum Schluss erkundigten wir uns noch neugierig, wann sie der US-Präsident hier besuchen würde (Die Straßen wurden schon vorausschauend bis zum ihrem Dorf asphaltiert.). Leider bleibt dies ein Geheimnis, sie weiß lediglich von einer geplanten Reise ihres Enkels nach Tansania und Senegal. Jedoch hoffen natürlich alle darauf, dass er auch Kenia besuchen wird. Nach einem kurzen Rundgang über ihr Grundstück verabschiedeten wir uns schließlich herzlich von ihr.

Zur Beschreibung des Umweltprojekts
Spende für das Umweltprojekt

An Hängen wie diesen muss aufgeforstet werden. Die Bauern können aber auch auf ihren Feldern Bäume und Hecken mit dem nötigen Wissen und Bewusstsein nutzbringend wachsen lassen.

An Hängen wie diesen muss aufgeforstet werden. Die Bauern können aber auch auf ihren Feldern Bäume und Hecken mit dem nötigen Wissen und Bewusstsein nutzbringend wachsen lassen.

An der  Matera-Grundschule in Karemo gibt es schon einen "Umweltclub". Die Schülerinnen und Schüler haben damit begonnen Baumsetzlinge zu sammeln und ihr Schulgelände zu bepflanzen.

An der Matera-Grundschule in Karemo gibt es schon einen “Umweltclub”. Die Schülerinnen und Schüler haben damit begonnen Baumsetzlinge zu sammeln und ihr Schulgelände zu bepflanzen.

 

1 Kommentar

  1. Sven Beier, 5. Juni 2013

    In diesem Alter noch so Fit,einfach toll.

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