Mobiltelefone als Entwicklungshelfer in Afrika

Afrikanisches Kind mit Mobiltelefon

Alle wollen sie, weil man damit soviel machen kann: Mobiltelfone erobern den afrikanischen Kontinent. World Vision setzt sie in Sierra Leone jetzt auch für die Gesundheitsberatung von Müttern und Kindern ein. Ein preiswürdiges Projekt, findet die Afrikanische Entwicklungsbank.

Mobiltelefone verbreiten sich rasend schnell auf dem afrikanischen Kontinent und haben – so klein sie erscheinen – ein gewaltiges Potential, Hunger, Armut und Krankheiten zurück zu drängen. Dieses Potential will die Afrikanische Entwicklungsbank erschließen und hat in diesem Jahr zum ersten Mal einen Preis für innovative Projekte zur Anwendung von Mobiltelefonen und mobilen Internetdiensten im Gesundheitswesen ausgeschrieben. Uns erreichte nun die schöne Nachricht, dass ein Projekt von World Vision in Sierra Leone unter den Gewinnern des Preises ist.

Gewinner des unter mehr als 100 Bewerbungen ausgewählten Projekts sind aber vor allem Frauen und Kleinkinder aus dem Bonthe-Distrikt in Sierra Leone. Wie wir schon früher in diesem Blog berichtet hatten, schultern Frauen dort die Hauptlast der Arbeit und Verantwortung, wenn es um die Ernährung, Gesundheitspflege und Erziehung der Kinder geht. Viele bringen ihre Kinder noch zuhause zur Welt und wissen wenig über die richtige Säuglingspflege. Die Frauen aus dem Bonthe-Distrikt haben auch keinen Frauen-oder Kinderarzt in der Nähe, bei dem sie Rat und schnelle Hilfe suchen könnten. Ihre ersten Ansprechpartner sind die sogenannten Gemeinde-Gesundheitsberater, die entweder im staatlichen Auftrag oder ehrenamtlich Hausbesuche bei den Familien machen und Verbindung zu den Landkliniken halten.

Oft organisiert World Vision für diese wichtigen Informationsvermittler und Helfer Fortbildungen – oder unterstützt Fortbildungen des Gesundheitsministeriums – zu Themen wie Kleinkind-Ernährung, Hygiene, Stillberatung, oder auch Behandlung der häufigsten Krankheiten. Rund 440 Gesundheitsberater gehen nun einen Schritt weiter und lassen sich im Gebrauch des Handys bei ihrer Arbeit schulen. Ein irisches Forschungsinstitut begleitet die Umsetzung und wertet die Ergebnisse aus.

Nützlich kann der Einsatz der Mobiltechnologie in diesem Bereich sowohl für die einzelnen Patienten, als auch für die größere Effizienz und Transparenz der gesamten Gesundheitsdienste sein. So kann eine Gesundheitsberaterin einer schwangeren Frau auf dem Handy eingespeicherte Informationen weitergeben oder auch Daten zu ihrer Gesundheit aufnehmen und diese an Cloud-Server weiter leiten, zu denen das medizinische Fachpersonal Zugang hat. Sie kann die Schwangere bei Komplikationen auch an eine Klinik vermitteln.  Wenn dieses Netz richtig entwickelt ist, kann es das Leben vieler Frauen und Kinder retten. Gleichzeitig hat der Ansatz  das Potential, die Eigenständigkeit der Landbevölkerung zu erhöhen. Empowerment durch Elektronik – Strom-und Netzanschluss natürlich vorausgesetzt.

Schwangere im Haus“Ich bin jetzt besser versorgt als voher”, sagt Finda Moriba, die ihr drittes Kind erwartet. „Die Gesundheitsberater besuchen mich und untersuchen, ob es mir gut geht. Sie sagen mir auch, was ich essen soll und was nicht. Manchmal sagen sie mir auch, wann mein nächster Vorsorgetermin in der Klinik ist. Vorher mussten wir immer etliche Kilometer bis zur nächsten Klinik laufen und bei unserer Ankunft war die Klinik entweder brechend voll ode res waren gerade keine Krankenpfleger da.”

Viele der bisher geschulten Gesundheitsberater sind begeistert über die Handynutzung, weil sie damit mehr für dei Frauen und Kinder tun und die Entwicklung besser verfolgen können. Der Preis (eHealth Award) wird Ende September in vier verschiedenen Kategorien in Tunis verliehen. Auch ein Projekt der GIZ in Kenia ist unter den Gewinnern.Finda Moriba, die ihr drittes Kind erwartet. „Die Gesundheitsberater besuchen mich und untersuchen, ob es mir gut geht. Sie sagen mir auch, was ich essen soll und was nicht. Manchmal sagen sie mir auch, wann mein nächster Vorsorgetermin in der Klinik ist. Vorher mussten wir immer etliche Kilometer bis zur nächsten Klinik laufen und bei unserer Ankunft war die Klinik entweder brechend voll ode res waren gerade keine Krankenpfleger da.”

Viele der bisher geschulten Gesundheitsberater sind begeistert über die Handynutzung, weil sie damit mehr für dei Frauen und Kinder tun und die Entwicklung besser verfolgen können. Der Preis (eHealth Award) wird Ende September in vier verschiedenen Kategorien in Tunis verliehen. Auch ein Projekt der GIZ in Kenia ist unter den Gewinnern.

 

Schreiben Sie einen Kommentar


neun × = 72