Indien erwartet riesigen Wirbelsturm – Wird Vorsorge helfen?

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Aus der Bucht von Bengalen rast der rund 500 Kilometer breite Wirbelsturm "Phailin" auf die Südostküste von Indien zu. In 7 Projektgebieten von World Vision aktivieren die Küstenbewohner jetzt ihre Vorsorgepläne, und Notfallteams halten sich bereit zu helfen.

Mit der Wettervorhersage halte ich mich freitags normalerweise nicht lange auf – es sei denn, ein Zelt-Wochenende oder Open-Air-Event steht an. Heute aber erzwingt sie meine Aufmerksamkeit und erregt vor allem mein Mitgefühl für Familien, die ziemlich sicher kein ruhiges Wochenende haben werden:

Aus der Bucht von Bengalen rast der rund 500 Kilometer breite Wirbelsturm “Phailin” auf die Südostküste von Indien zu. 14 Distrikte der Bundesstaaten Andra Pradesh und Orissa müssen sich nach Informationen des indischen Wetterdienstes am Samstag Abend auf starke Regenfälle, Sturmfluten und Windgeschwindigkeiten von über 230 Stundenkilometer einstellen.

1999 richtete ein Super-Zyklon in Orissa schwere Schäden an und kostete tausende Menschen das Leben. Auf dem Bild sieht man eine zerstörte Schule in einem tief gelegenen Slum-Gebiet in Erasama.

1999 richtete ein Super-Zyklon in Orissa schwere Schäden an und kostete tausende Menschen das Leben. Auf dem Bild sieht man eine zerstörte Schule in einem tief gelegenen Slum-Gebiet in Erasama.

Die staatlichen Rettungskräfte und Armee-Einheiten, aber auch die Mitarbeiter des Katastrophenhilfe-Teams von World Vision sind in höchster Alarmbereitschaft. Sie können bei Bedarf schnell Hilfsgüter für einige tausend Menschen in die Region  bringen. Im Augenblick kommt es allerdings darauf an, dass die Bewohner der Küstenregion und des erwarteten Sturmgebiets gut informiert werden und wissen, wie sie sich und ihre wichtigsten Besitztümer in Sicherheit bringen können.

Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderungen sind bei solchen Katastrophen am meisten gefährdet. Menschen wie die sehbehinderte Minakshy zum Beispiel, die auf dem Bild mit ihren Eltern zu sehen ist. Minakshy allerdings ist nicht mehr so hilflos wie früher, denn sie hat sich mit Unterstützung einer Entwicklungsberaterin von World Vision selbständig gemacht und ist gut vernetzt. Sie kümmert sich sogar um andere Behinderte, die beispielsweise auf Rollstühle angewiesen sind.

s120892-13: The Ripple Effect

Unsere indischen Kollegen haben die Basisgruppen in den Projektgebieten vor dem Sturm gewarnt und diese treffen jetzt Vorkehrungen gemäß den vorher trainierten Katastrophenschutzplänen. Bewohner gefährdeter Häuser suchen beispielsweise Schutzunterkünfte auf und Viehhalter bringen ihre Tiere in Sicherheit. Ich wünschen ihnen trotzdem sehr, dass “Phailin” weniger aufbrausend durch ihr Leben wirbelt als befürchtet.

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