Hilfe lohnt: Wie Abner in Haiti ein neues Leben aufbaute

s130149-1: My dream only needed a boost; World Vision gave it to me

Abner ist ein 36 -jähriger Unternehmer aus dem Süden von Haiti und er ist nicht so leicht zu entmutigen. Er hatte immer den Traum, ein eigenes Restaurant zu haben. Nach vielen Anstrengungen und einem schwer erkämpften Darlehen, kaufte Abner ein Restaurant und nannte es “Miracle de la Foi” (Wunder des Glaubens). Doch im Januar 2010 zerstörte das große Erdbeben seinen Traum und legte das Restaurant in Trümmer. Doch Abner ist ein Kämpfer.

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Abner gab nicht auf. Arbeitslos und obdachlos zog er in die von World Vision mit erbaute Siedlung Corail. Dort bekam er eine Anschubfinanzierung von 144 US-Dollar und ein Training in Betriebswirtschaft. Wie führe ich Buch, wie berechne ich Umsätze, was muss ich tun, um die Wünsche von Kunden erfüllen zu können? Abner wagte es wieder und baute ein neues Restaurant auf, in Corail.
Viele Menschen in Haiti träumen davon, sich selbstständig zu machen. Schließlich ist es nicht einfach, eine Arbeit zu finden, bei geschätzt 70 Prozent Arbeitslosigkeit. Doch viele kleine Start-Ups, auch auf dem Land, scheitern schon im ersten Jahr. Denn ihre Gründer haben oft keine Ahnung von Betriebswirtschaft. Als Ausweg bleibt dann nur – wenn überhaupt – ein schlecht bezahlter Job im informellen Sektor.
Abner ist der Typ, der durchhält: “Wenn ich einen Traum habe, kann ich so stur sein wie ein Esel”, behauptete er. “Ich lasse mich nicht durch die Hindernisse entmutigen, weil ich weiß, es gibt immer eine Lösung für jedes Problem .”

Abner hat mit Hilfe von World Vision ein Restaurant auf- und ausgebaut

Abner hat mit Hilfe von World Vision ein Restaurant auf- und ausgebaut

Abner stammt aus Maniche, einer kleinen Stadt in der Nähe von Les Cayes. Er hat Mechanik in Les Cayes studiert und er kam nach Port-au-Prince, um in einer mechanischen Werkstatt zu arbeiten. Er erinnert sich noch: “Nach ein paar Monaten habe ich schon gemerkt, dass ich was Besseres finden sollte, um wirtschaftlich besser da zustehen.” Mit seinem gesparten Geld kaufte Abner einen Minivan, den er als Taxi vier Jahre lang neben seinem Job in der Werkstatt betrieb. Er verlor jedoch nie die Hoffnung, seinen eigentlichen Traum zu verwirklichen: “Mein Traum war es, ein Restaurant besitzen, ich träumte täglich davon. Zum Glück gab es da einen lokalen Unternehmer, der das Land verlassen und sein Restaurant und einen Getränkeladen verkaufen wollte. Doch ich hatte kein Geld, um es zu kaufen.” Einer seiner Freunde aber, der in einer Genossenschaftsbank arbeitete, konnte ihm ein günstiges Darlehen besorgen.

Abner kaufte das Geschäft und das Restaurant mit dem Namen Miracle of Faith. Zwei Jahre lief es gut für ihn. Viele Kunden, gute Lieferanten. Doch dann kam der 12. Januar 2010, ein Dienstag. Die Erde bebte. Zehntausende Häuser stürzten ein, Hunderttausende Menschen kamen ums Leben. „Ich war in meinem Restaurant mit meinen Mitarbeitern, als plötzlich alles um mich herum zusammenbrach. Es war Dunkelheit um mich herum! Als ich unter den Trümmern hervorkroch, merkte ich, dass mein Traum, meine Leistung, einfach Alles kaputt war. Doch meine Verlobte , die das Restaurant mit mir führte, meine Mitarbeiter und ich, wir wurden alle gerettet. Gott sei Dank.”

Nach dem Erdbeben war das Leben sehr schwierig für Abner, wie für fast alle Haitianer. Jenseits der Bitterkeit war Abner World Vision und anderen Organisationen dankbar, die ihr Bestes taten, um ihn und seinen Nachbarn durch die Lieferung von Lebensmitteln, Zelten, Matratzen, Hygiene-Kits und Medizin zu helfen. Dann wurde Abner von der provisorischen Notsiedlung “Terrain Golf ” nach Camp Corail verlegt, 20 Kilometer von Port-au-Prince entfernt.

“Als ich in Corail ankam, wusste ich wirklich nicht, was ich tun sollte. Ich war so verloren”, sagt er. “Ich hatte nur 60 Gourdes in meiner Tasche ( ca. 1,50 USD ). Ich lebte zunächst in einem Zelt und bekam genug Lebensmittel von World Vision, um zu überleben. Aber meine Verlobte und ich haben jeden Tag davon geträumt, dass Restaurant wieder aufzubauen, weil es der beste Weg sein würde, um dem Elend zu entkommen.

Abner und seine kleine Familie

Abner und seine kleine Familie

Abner wurde als Trainee für das World-Vision-Ausbildungs-Programm ausgewählt. “Die Ausbildung war wirklich hilfreich für mich “, sagt er. Neben der Ausbildung erhielt er wie jeder Teilnehmer 144 US-Dollar Anschubfinanzierung und Abner verwendete die Mittel, um ein neues Restaurant zu starten. “Das hat mich und meine Verlobte – die jetzt meine Frau ist – gerettet.”

Im November 2010 errichtete Abner sein neues Restaurant. Ein einfacher Bau, geschützt mit Planen, verstärkt mit Brettern und Balken. Aber sauber und einladend – und so kamen die Gäste gern. Das Geschäft lief gut an, Abner bekam wieder Geld, diesmal 300 US-Dollar, um sein Restaurant auszubauen. Er kaufte Sperrholz, lackierte Bretter und besserte die Sitzgelegenheiten aus.

Abner ist sehr zufrieden mit seiner Leistung: “Mein Restaurant, dass ich übrigens wieder ‘Miracle de la Foi’ genannt habe, kommt wirklich gut an in Corail. Denn viele Menschen waren gezwungen, fünf Kilomter bis nach Bon Repos zu laufen, wenn sie essen gehen wollten. Jetzt kommen sogar die Einwohner von Bon Repos oder Lilavois zu mir.“

Mica, Abner Frau, ist eher schüchtern. Und so arbeitet sie lieber im Hintergrund. Kümmert sich um Bestellungen, um die Küche und die Buchhaltung. “Ich stehe jeden Morgen früh auf, und gehe in den großen Markt der Innenstadt von Port-au -Prince. Ich kaufe alles, was für die Menüs benötigt wird. Es ist harte Arbeit, aber mittlerweile haben wir sogar zwei Mitarbeiter, die mich unterstützen.”

Es gibt viele Menschen wie Abner in Haiti. Menschen mit großen Träumen und Hoffnungen. Und World Vision hat das Ziel, ihnen dabei zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Denn davon profitieren letztlich alle Menschen in dem schwer gebeutelten Land.

Wie auch Sie helfen können – mehr zur Arbeit von World Vision erfahren Sie hier:

http://www.worldvision.de/spenden-katastrophenhilfe.php

2 Kommentare

  1. Sven Beier, 5. November 2013

    Das ist sehr viel Mut. Guten Appetit.

  2. Gerhard Gaessler, 6. November 2013

    Hut ab! Da gehört schon viel dazu.