Christoph Waffenschmidt: Mein Jahr im Rückblick

Christoph Waffenschmidt im Libanon

2013 war das Jahr der Bundestagswahl. Seit wenigen Tagen werden wir von einer GroKo regiert und als deutsche Nichtregierungsorganisation haben wir mit Gerd Müller einen neuen Minister im für uns wichtigen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unsere Erwartungen und politischen Forderungen haben sich nicht geändert. 0,7 % des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungsarbeit und weltweite Armutsüberwindung, ein besonderes Augenmerk auf die Situation in fragilen Staaten und vor allem der besondere Einsatz für Kinder, die am meisten unter Armut und Verfolgung zu leiden haben. Wir wünschen dem Minister viel Weisheit und sehr viel Engagement für die vor ihm liegenden Herausforderungen.


2013 bin ich durch eine Begegnung besonders berührt worden. Im Sommer hatte ich die Gelegenheit, syrische Flüchtlinge im Libanon zu besuchen, sie in ihrem Umfeld zu erleben und mit ihnen zu sprechen. Die Not war mit Händen zu greifen. Keine organisierten Flüchtlingslager, keine klaren Strukturen, die in Fluchtsituationen so wichtig sind, damit ein halbwegs geregeltes Leben unter diesen erschwerten Bedingungen möglich ist. Vielmehr einfache Zeltlager auf staubigem und unebenem Gelände. Die würdevolle Ausstrahlung mit der die Flüchtlinge ihre Situation meistern, hat mich demütig gemacht. Trotz aller Hindernisse, körperlichen und seelischen Verletzungen habe ich viele Menschen und vor allem viele Kinder getroffen, die ihr Leben mit einer Energie und Hoffnungskraft in die Hand nehmen, die mir selten begegnet ist. Sie sind meine Menschen des Jahres 2013.

Tabon Distribution - When crossing the sea becomes an expression of love

2013 war leider auch wieder ein Jahr, das mit dem Taifun auf den Philippinen ein Naturereignis erlebt hat, bei dem Tausende Menschen ums Leben gekommen sind, Hunderttausende verletzt worden sind und Millionen ihr zu Hause und ihre Dörfer und Städte verloren haben. Für uns als humanitäre Organisation bedeutet dies, so schnell wie möglich Hilfe zu leisten und dabei sind die ersten Tage besonders wichtig. Dank der engen Kooperation, die wir Anfang des Jahres mit Lufthansa Cargo eingegangen sind, konnten wir bereits innerhalb von 24 Stunden den ersten Hilfsflug mit tausenden Decken, Zelten und medizinischen Gerätschaften von Frankfurt aus auf die Philippinen schicken. Und dank vieler Unterstützer waren wir seit dem Taifun in der Lage schon über 100.000 Menschen zu helfen und können auch weiterhin Unterstützung bis hin zum Wiederaufbau leisten. Dankbar bin ich für die exzellente Zusammenarbeit innerhalb unseres humanitären Hilfsbündnisses „Aktion Deutschland Hilft“, mit dem wir abgestimmt und konzentriert vor Ort helfen können.

Ein großer Dank an Spender und Helfer 
2013 haben uns so viele Menschen unterstützt wie noch nie zuvor. Paten, Starthelfer, Firmen, Schulen, Kinder, Spender, die Bundesregierung, die Europäische Union und das Welternährungsprogramm. Ich sage ihnen allen einen großen DANK für ihr tolles Engagement und die spürbare Bereitschaft, sich für die Kinder in dieser Welt einzusetzen. Nur gemeinsam können wir die Armut und Ungerechtigkeit angehen und sie überwinden. Ich freue mich auf viele gute gemeinsame Taten im neuen Jahr.

2 Kommentare

  1. Lutz Schmidt, 25. Dezember 2013

    Hallo habe eine Frage sind der Waffenschmidt aus Waldbröl ,dann kennen wir uns aus CDU Jugend .

  2. World Vision-Team, 7. Januar 2014

    Lieber Herr Schmidt,

    vielen Dank für Ihre Grüße. Wir haben diese an Christoph Waffenschmidt weitergebeben und er grüßt sie ebenfalls herzlich.

    Frohes Neues Jahr 2014
    Ihr World Vision-Team

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