Balkan-Flut: Bündnis-Einsatz der Helfer

Helfer kämpfen sich durch die Wassermassen in der Stadt Olovo.  Von World Vision gespendete Schlauchboote erleichtern das Vorwärtskommen.

Das Katastrophenhilfe-Bündnis “Aktion Deutschland Hilft” ruft seit heute zu Spenden für die Fluthilfe auf dem Balkan auf. World Vision Deutschland beteiligt sich über das World Vision-Landesbüro in Bosnien-Herzegowina an der Nothilfe für tausende betroffene Familien.

Im Nordosten von Bosnien-Herzegowina hat das Hochwasser hunderte Erdrutsche ausgelöst, durch die zahlreiche Häuser zerstört und ganze Ortschaften vom Rest des Landes abgeschnitten wurden. Betroffen sind auch 20 Kommunen, in denen World Vision bisher Hilfe für arme Bevölkerungsgruppen und Minderheiten geleistet hat.

Die Flut hat ganze Häuser weggeschwemmt und landwirtschaftliche Betriebe zerstört - hier in der Nähe von Sarajewo.

Die Flut hat ganze Häuser weggeschwemmt und landwirtschaftliche Betriebe zerstört – hier in der Nähe von Sarajewo.

In die überflutete Stadt Olovo brachten lokale Mitarbeiter schon am Donnerstag und Freitag unter anderem 100 Schlauchboote, 8 Wasserpumpen, 1800 Brote und 1.700 Liter Trinkwasser. Am Wochenende wurden die Soforthilfen auf weitere Gebiete ausgedehnt.

In der Region Tojsici etwa kümmern sich Mitarbeiter eines nahe gelegenen Entwicklungsprojekts um die evakuierten Bewohner zweier zerstörter Dörfer. Die Wasser-und Stromversorgung in der Region ist zusammengebrochen. “Ein Erdrutsch hat mir alles genommen”, berichtete Senad Alic aus dem Dorf Parace. “Häuser, Autos und alles andere wurden zerstört; uns ist nichts geblieben.”

Ein World Vision- Mitarbeiter bringt Brote in die überschwemmte Stadt Olovo.

Ein World Vision- Mitarbeiter bringt Brote in die überschwemmte Stadt Olovo.

Auch die Bewohner von 50 überschwemmten Roma-Siedlungen hat das World Vision-Team in  Bosnien bei seinen Hilfsmaßnahmen im Blick. Dank fest etablierter Partnerschaften mit Roma-Organisationen erhalten unsere Mitarbeiter  Informationen aus erster Hand über den konkreten Bedarf.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird vermutlich erst absehbar sein, wenn das Wasser aus den überfluteten Orten abgeflossen ist und die Straßen wieder befahrbar sind. Es gibt auch noch keine Entwarnung. Die Gefahr weiterer Erdrutsche und Deichbrüche ist noch nicht gebannt. Sorgen bereiten in Bosnien-Herzegowina auch Landminen, die durch das Hochwasser an andere Orte gespült werden.

Ein Erdurtsch hat diese Straße in der Krivaja-Region unpassierbar gemacht.

Ein Erdurtsch hat diese Straße in der Krivaja-Region unpassierbar gemacht.

World Vision stellt sich darauf ein, neben der akuten Nothilfe  auch die Betreuung von Kindern und zu unterstützen. Für aktuell dringend benötigte Hilfsgüter und später auch die Wiederaufbauhilfe bitten wir um Spenden.

Wenn Sie helfen möchten:

Hier online spenden an World Vision

Hier können Sie online spenden für die Fluthilfe des Bündnisses

Logo-ADH_4C+Schutzraum

 

Schreiben Sie einen Kommentar


7 − = sechs