World Vision Cup, Tag 6: Ist es im Regenwald morgens neblig und weiß, …

Gewonnen! Die Sieger des World Vision Cups stehen fest

Als ich heute Morgen um kurz nach 5 aufgewacht bin, konnte ich durch das Minifenster neben meinem Bett nicht einmal die Bäume sehen. Bei den Hygieneverhältnissen hier könnte man vermuten, dass es daran lag, dass mein Fenster nicht geputzt war. Aber auch als ich es öffnete, konnte ich nichts sehen. Also kletterte ich von meinem Stockbett, was morgens gar nicht so einfach ist ohne Leiter, und setzte mich auf die Mauer vor unserer Hütte. Kurz darauf setzte sich eine Australierin namens Jane zu mir und erklärte mir, dass es heiß werden wird. Und sie sollte Recht behalten.

Als wir um halb zehn im Stadion ankamen, war es schon so heiß, dass ich nicht mal ein Eis essen könnte, bevor es geschmolzen wäre. Ich glaube, es war der heißeste Tag seit wir hier sind. Da habe ich schon fast den alltäglichen Regen vermisst. Aber zurück zu Jane. Von ihr habe ich heute wahrscheinlich am meisten gelernt. Die Weisheit des Tages lautet also:

Ist es im Regenwald morgens neblig und weiß, wird es im Laufe des Tages richtig heiß!!

Strahl! Lorena im Kreise ehemaliger WM-Gewinner!

Strahl! Lorena im Kreise ehemaliger WM-Gewinner! (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Da mein Team sich nach einer Niederlage und einem Unentschieden leider schon gestern aus dem Turnier verabschiedet hatte, blieb mir heute nichts anderes übrig, als Björn anzufeuern. Seine Mannschaft erreichte souverän das Halbfinale. Da war dann aber auch für ihn Endstation. Gegen die Jungs aus Brasilien stand es nach regulärer Spielzeit nur 0:0. Selbstbewusst trat Björn zum ersten Elfmeter an, scheiterte allerdings am Aluminium. Zu seiner Verteidigung sollte allerdings erwähnt werden, dass er nicht der Einzige war, der verschossen hat.

Vorzeichen für die WM? Zumindest beim World Vision Cup gewinnt: Brasilien!!! (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Vorzeichen für die WM? Zumindest beim World Vision Cup gewinnt: Brasilien!!! (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Im Endspiel machten die Brasilianer den Gewinn unter sich aus, und das Team „Health“ gewann den World Vision Cup. Toll war, dass bei der Ehrung zwei ehemalige brasilianische Weltmeister die Pokale überreichten: Amarildo spielte 1962 bei der WM und Ado als Torhüter 1970. Björn wurde sogar als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet und vom World Vision Direktor Brasilien beglückwünscht. Ich durfte als drittbeste Spielerin ebenfalls einen Pokal aus den Händen der beiden Herren Weltmeister in Empfang nehmen.

Strahlender Halbfinalist: Björn (r.)

Strahlender Halbfinalist: Björn (r.) (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Während die anderen auf dem Platz um den Titel kämpften, war ich allerdings nicht untätig. Zuerst ließ ich meiner Kreativität freien Lauf und half beim Bemalen eines riesigen Banners, welches anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Kinderrecht-Konvention der UN, gebastelt wurde. Es trug den Titel „How would I like my world to be“ und war kunterbunt mit Symbolen und Beschriftungen gestaltet. Danach sollte ich mit zwei Mädchen aus Australien und Kanada den englischsprachigen Teil des „Letter of Recife“ überprüfen. Darin wurden alle Wünsche und Anregungen gesammelt, die wir uns für Kinder auf der ganzen Welt wünschen. Dieser wird morgen an die örtliche Regierung in Recife übergeben.

Wie wünsche ich mir die Welt? (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Wie wünsche ich mir meine Welt? (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Zum Abschluss des ausgefüllten Tages gab es auch noch einen kulturellen Abend, an dem die Teilnehmer Witziges, Unterhaltsames und Kulturelles aus ihren Nationen vorführten.

Lorena kommt aus der Nähe von Stuttgart und ist eine von zwei deutschen TeilnehmerInnen beim World Vision Cup. Sie bloggt derzeit aus Recife, Brasilien, im World Vision Blog – abwechselnd mit Björn, der aus der Nähe von Frankfurt kommt.

Und wie wünschst du sie dir, die Welt? (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Und wie wünschst du sie dir, die Welt? (Foto: Oliver Müller/World Vision)

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