World Vision Cup, Tag 7: Tänze, Hymnen und der “Letter of Recife”

Letzter Tag beim World Vision Cup: Lorena, Björn,  Oliver Müller  und das Panorama von Recife

Kulturabend beim World Vision Cup in Recife, Brasilien: Alle 12 Teilnehmer-Nationen zeigten in kreativer Form ihre Kultur. Die Koreaner tanzten den Gangnam Style, die Äthiopier einen traditionellen und besonders schulterlastigen Tanz, die Australier einen Aboriginee- Tanz. Unsere Performance zählte nicht gerade zu den Besten, kam aber dennoch sehr gut an. Wir sangen eine Parodie der deutschen Nationalhymne auf Englisch. Allerdings sind wir alle drei nicht gerade gute Sänger. Dennoch meisterten wir es einigermaßen und das Publikum tobte. Nach einem langen Abend und einem Dutzend Präsentationen ging es um halb eins ins Bett.

Bereits um 6 Uhr mussten wir wieder aufstehen, das koreanische Fernsehteam, das noch länger für eine Doku hier ist, kam in unser Zimmer und filmte die Jungs beim Aufstehen und Wachwerden. Kam mir vor wie bei „Big Brother“. Wir fuhren in ein großes Hotel nach Recife, direkt am Strand gelegen. Dort hielten wir im 20. Stock die geplante Pressekonferenz, um den „Letter of Recife“ zu präsentieren.

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Die Pressekonferenz zum “Letter of Recife” (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Bei der Pressekonferenz waren u.a. ein Minister vertreten, der Direktor von World Vision Brasilien, der Leiter für  World Vision Lateinamerika, eine Managerin für den FIFA World Cup sowie Manager von den Sponsoren Master Card und Telefonica.

Wir präsentierten den „Letter of Recife“ in Englisch, Spanisch und Portugiesisch, der unsere Sorgen und Forderungen für die Zukunft von Kindern und uns Jugendlichen wiederspiegelt. Anschließend wurden dem Minister noch Fragen von uns gestellt, zum Beispiel wie er die Probleme in den Favelas beheben möchte. Zwischen den Ansprachen trommelte in der Pause eine Jugendgruppe aus einem nahegelegen Projekt von World Vision. Ähnlich wie bei Fußball ist bei den Jugendlichen hier die Musik das Verbindungsstück. Sie waren richtig laut und gut und trommelten nicht nur auf Trommeln, sondern auch auf Eimern und Kisten.

Trommeln geht immer und mit allem! (Foto: Oliver Müller, World Vision)

Trommeln geht immer und mit allem! (Foto: Oliver Müller/World Vision)

Nach der dreistündigen Pressekonferenz durften wir für wenige Minuten den Strand von Recife erkunden und anschließend ging es zurück in unsere Busse und weiter in die Altstadt, bzw. nach Olinda. Dort bekamen wir auch mal schönere Ecken von Recife zu sehen, denn das Nautico- Stadion lag zum Beispiel in einer ärmlicheren Gegend. Olinda liegt auf einem Berg mit wunderschönem Ausblick auf Recife und ist sehr von der portugiesischen und holländischen Kolonialzeit geprägt. Die meiste Zeit hielten wir uns auf einem Markt und an einer historischen Kirche auf, wo wir Geschenke für unsere Heimkehr kaufen konnten. Auch die Trommler waren wieder dabei und gaben auf dem Hauptplatz ein „Konzert“.

Den letzten richtigen Abend wollen wir nun im Pool ausklingen lassen. Wenn man an die schöne Zeit und tollen Erfahrungen denkt, ist es sehr traurig, dass der World Vision Cup nun zu Ende geht. Der World Vision Cup ist vermutlich der einzige Ort bzw. Event neben den Olympischen Spielen, an denen so viele verschiedene Kulturen direkt aufeinander treffen und sich austauschen können. Ich persönlich machte hier meine wahrscheinlich größte Lebenserfahrung und werde eine Menge positive Sachen zurück nach Deutschland mitnehmen. An Abschied zu denken, macht uns alle sehr traurig.

Der Autor, Björn, hat gemeinsam mit Lorena für World Vision Deutschland am World Vision Cup teilgenommen. Begleitet wurden beide von unserem Mitarbeiter Oliver Müller – alle drei haben während des Turniers aus Recife gebloggt.

#EuropeWeWant: Was sich Lorena und Björn von ihrem Europa wünschen!

#EuropeWeWant: Was sich Lorena und Björn von ihrem Europa wünschen (Foto: Oliver Müller/World Vision)

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