World Vision Cup zuende: Eine Erfahrung fürs Leben

Heimreise nach: Lorena und Björn, unsere TeilnehmerInnen beim World Vision  2014

Letzter Tag, Kofferpacken. Ab in den Bus, es ging in die Innenstadt von Recife zu einem großen Platz, an dem uns ein Freestyle-Footballer erwartete. Er zeigte uns paar Tricks, unter anderem auch zu deutscher Rap-Musik (Cro), und anschließend durften wir gemeinsam in der Mitte mit ihm „freestylen“. Danach wurden die letzten Bilder gemacht. Am Flughafen trennten sich dann die Wege uns Deutschen und unseren guten Freunden den Kanadiern.

FreestyleFussballer

Der achtstündige Flug von Recife nach Lissabon kam uns beiden extrem vor, da wir fast die komplette Zeit schliefen, ich bemerkte nicht einmal den Start. Als ich dann aufwachte, fragte ich, ob wir schon in der Luft seien. Da hatten wir schon längst den Äquator hinter uns gelassen…

Es ist schon verrückt, wie schnell die acht Tage in Brasilien vorbeigingen, leider zu schnell. Am ersten Abend war ich, zugegebenermaßen, ein wenig geschockt. Mit einem 12-Bett-Zimmer hatte ich nicht gerechnet, und hier in Brasilien sind die Dinge, nun ja, vielleicht nicht ganz so durchorganisiert wie in Deutschland. Ab dem nächsten Morgen wendeten sich aber dann alle Eindrücke. Ich kann sagen, dass diese Woche die Eindrücken und Erfahrungen in meinem Auslandsjahr in Amerika bei weitem übertrafen.  Wir fanden so viele gute neue Freunde und hoffen, dass wir vielleicht eines Tages nochmal eine Art Wiedersehen mit einigen der Teilnehmer organisieren können.

Beim World Vision Cup machte ich wirklich eine riesen Lebenserfahrung, die mich mein Leben lang prägen wird. Ich erfuhr viele tragische Lebensgeschichten, die die anderen zu teilen hatten, und wir redeten über die Probleme der Jugendlichen in deren Gesellschaften. Ich kam mir schon ein wenig komisch vor, da ich vielleicht nicht so eine tragische Geschichte auf Lager hatte (zum Glück!). Zum Beispiel die Australier, die durch Aborigines vertreten waren, erzählten uns über die enorme Diskriminierung der Aborigines, die zu einer extrem hohen Suizid-Rate führt.

Andere Probleme wie vielleicht Armut in weiten Teilen der Erde, sind aber auch teilweise durch uns (die Menschen aus den Industrieländern) verursacht. Man macht sich dann schon Gedanke,  in wie weit man als normaler Bürger darauf Einfluss hat und ob man zum Beispiel bewusster einkaufen geht. Wenn ich Geld verdiene, kann ich mir auch durchaus vorstellen, eine Patenschaft zu übernehmen oder die Arbeit von World Vision zu unterstützen.

Veränderung ist möglich – wenn alle sie mittragen!

 

Ich möchte World Vision für diese Chance danken, sie öffnete mir wirklich die Augen, und der World Vision Cup war sehr prägend und unvergesslich. Auch ein großes Dank an Lorena und Oliver. Wir waren ein super Team! Mittlerweile hat schon die große Facebook-Suche nach den Teilnehmern begonnen. So können wir am einfachsten miteinander Kontakt halten und uns weiter austauschen.

Björn und Lorena nahmen für World Vision Deutschland am World Vision Cup 2014 teil, zu dem 200 Jugendliche aus 12 Ländern nach Recife, Brasilien, kamen.

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