Nothilfe im Gaza-Streifen: Durchatmen, Trauern, Helfen

Alles verloren: Kinder im Gaza-Streifen vor den Trümmern ihres Wohnhauses  (Foto: World Vision)

Zivilisten, vor allem Kinder, sind die Leidtragenden der seit Wochen eskalierenden Gewalt im Gaza-Streifen. World Vision nutzt die aktuelle Waffenruhe, um dringend benötigte Hilfe zu den Menschen zu bringen. Sie brauchen vor allem Lebensmittel, Wasser, medizinischen Nachschub und psychosoziale Unterstützung.

Laut UN OCHA wurden durch den Konflikt im Gaza-Streifen bislang 1.354 Zivilisten getötet, darunter 415 Kinder und 214 Frauen. Unter ihnen waren laut Berichten der lokalen Mitarbeiter auch fünf Patenkinder von World Vision.

In einer ehemaligen UN-Schule erhalten jetzt Kinder psychosoziale Hilfe (Foto: World Vision)

In einer ehemaligen UN-Schule erhalten Kinder derzeit psychosoziale Hilfe (Foto: World Vision)

Mehr als 373.000 Kinder mussten in den vergangenen Wochen miterleben, wie nahe Familienangehörige oder Freunde starben oder verletzt wurden. Viele wurden selbst verwundet, viele haben ihr Zuhause verloren. Sie sind nun auf direkte und spezialisierte psychosoziale Unterstützung angewiesen. 1.000 Kinder werden derzeit von World Vision-Mitarbeitern erstbetreut. Die vorhandenen Kinderbetreuungszentren müssen teilweise repariert und durch weitere ergänzt werden, um dem enormen Bedarf nachzukommen.

Alles verloren: Das Mädchen Nada auf den Trümmern ihres Wohnhauses im nördlichen Gaza-Streifen (Foto: World Vision)

Wo ihr Zuhause war, sind jetzt Trümmer (Foto: World Vision)

Hunger und Durst bestimmen zugleich das Leben von immer mehr Menschen im Gaza-Streifen. 485.000 Personen sind auf Trinkwasser- und Lebensmittellieferungen angewiesen. Es fehlt zum Beispiel an Brot: Weil es kaum Treibstoff gibt, können die Generatoren für Backöfen nicht betrieben werden. Strom gibt es in den meisten Gegenden oft nur zwei Stunden täglich. World Vision konnte während der letzten Waffenruhe 1.000 Lebensmittel- und 300 Hygienepakete in Gastfamilien und Kirchen verteilen und bereitet weitere Hilfslieferungen vor.

Die Gewalt hat auch die Bauern getroffen: Zerstörung und verendetes Vieh im nördlichen Gaza-Streifen (Foto: World Vision)

Die Gewalt hat auch die Bauern getroffen: Zerstörung und ein verendetes Pferd im nördlichen Gaza-Streifen (Foto: World Vision)

Zwei Krankenhäuser wurden außerdem mit Treibstoff für Generatoren, medizinischem Nachschub und Bettlaken versorgt. Sämtliche Flüchtlingsaufnahmelager sind derzeit überfüllt, das Wasser- und Sanitärsystem ist weitgehend zusammengebrochen. Dadurch wächst die Gefahr von Krankheitsausbrüchen.

Mehrere Langzeitprojekte von World Vision sind von dem Konflikt unmittelbar betroffen – wie groß der Schaden ist, ermitteln derzeit Assessment-Teams vor Ort.

World Vision ruft dringend zu Spenden für die humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen auf. Hier geht’s zu unserem Spendenformular.

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