Bundesbeauftragter Koschyk besucht Mongolei-Projekt: Mitwirkung der Familien beispielhaft

Koschyk_mongolisches_kind

Besuch aus der Politik und von deutschen Paten hatte unser Projekt Bayankhoshuu in der Mongolei letzte Woche. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer hat der Minderheiten-Beauftragte der Bundesregierung, Hartmut Koschyk, mongolische Gastfreundschaft und die enge Zusammenarbeit von World Vision mit den Familien im Projekt erlebt.

Im Rahmen einer Reise in die Mongolei hat der Minderheiten-Beauftragte der Bundesregierung, Hartmut Koschyk, gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer und dem stellvertretenden deutschen Botschafter in Ulan Bator, Burkard Ducoffre, die Entwicklungsarbeit von World Vision im Stadteil Bayankhoshuu kennen gelernt. Zur gleichen Zeit war eine Gruppe deutscher Patinnen und Paten mit unserem Mitarbeiter Jochen Hudelmaier vor Ort, so dass die beiden Politiker auch einen Eindruck von der engen Verbindung der Spender zu den Kindern und Familien im Projekt bekamen.

Bayankhoshuu zählt zu den sogenannten “Ger-Distrikten”, den rasch wachsenden Armensiedlungen am Stadtrand der Hauptstadt. Viele der zugewanderten Nomadenfamilien und ehemaligen Landbewohner leben hier trotz des Wirtschaftswachstums der Mongolei in bitterer Armut. World Vision arbeitet aber gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Regierung an nachhaltigen Lösungen und Verbesserungen. Bildung, Gesundheit, Ernährung und Einkommensförderung sind die Schwerpunkte des 1999 gestarteten Bayankhoshuu-Entwicklungsprogramms.

mongolei_Koschyk_bayankhoshuuErnährungsberaterinnen des Projekts zeigten den Besuchern, wie sie Müttern in praxisorientierten Kursen beibringen, gesundes und trotzdem preiswertes Essen für ihre Kinder zuzubereiten. Man durfte auch probieren. Hartmut Koschyk freute sich zu erfahren, dass die Mütter ihr Wissen an andere weitergeben. Um sich selbst mit Zutaten versorgen zu können, erlernen viele Familien im Projekt außerdem den Anbau von Obst und Gemüse.

mongolei_gewerbeIn einem von World Vision mitgegründeten Informationszentrum können sich Arbeitssuchende über Berufsausbildungen informieren und Kurse besuchen. Einige der so geförderten ExistenzgründerInnen zeigten der deutschen Gruppe ihre selbst hergestellten Produkte aus Filz und Cashmere, die teilweise auch exportiert werden.

Jugendliche bastelnWie Mädchen und Jungen aus dem Stadtteil mit kreativen Aktivitäten gefördert werden, erlebten die Abgeordneten gemeinsam mit Paten in einem Kinder-und Jugendclub. Wer Interesse an Umwelt-und Naturschutz hat, kann sich in Bayankhoshuu jetzt auch in einer von 7 neu gegründeten Umweltschutz-Gruppen engagieren.

Koschyk_mayer_jugendgruppeBeeindruckt waren die beiden Abgeordneten besonders von der engen Zusammenarbeit der Fachleute mit den Familien und von der aktiven Mitwirkung der Familien am Projekt. Hartmut Koschyk lobte auch das Patenschaftsangebot, das es den deutschen Spendern ermöglicht, einem Entwicklungsprojekt nahe zu kommen und sich vor Ort von der Verwendung der Spenden zu überzeugen. “Ich finde es sehr sinnvoll, diese Verbindung herzustellen, weil eine Identifikation mit der Hilfe, die man über die Patenschaft leistet, aufgebaut wird; außerdem entsteht bei einem Besuch Verständnis für die Kultur und die Menschen der Mongolei.”

Lesen Sie dazu auch den schön bebilderten Bericht von Hartmut Koschyk in seinem Online-Magazin

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