Hessens Landespolitiker geben „High 5“ für Kindergesundheit!

World Vision

Abgeordnete aller Fraktionen des hessischen Landtags sowie der stellvertretende Ministerpräsident Tarek al-Wazir und Landtagspräsident Kartmann unterschrieben heute auf einer riesigen Geburtstagskarte, die das sonst eher grau wirkende Eingangsprotal des Hessischen Landtages schmückte.

Sehr erfreulich, dass sich auch der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Tarek al-Wazir die Zeit nahm,  die Aktion für "Gesunde Kinder weltwiet" zu unterstützen.

Sehr erfreulich, dass sich auch der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Tarek al-Wazir die Zeit nahm, die Aktion für “Gesunde Kinder weltwiet” zu unterstützen.

Sie unterstützten damit die World Vision-Aktion für Kindergesundheit „5 fürs Leben!“. Im Vorfeld des Weltarmutstages (17. Oktober) wollten wir gemeinsam mit dem Hessischen Landtag auf die schlechte Gesundheitsversorgung in armen Ländern aufmerksam machen. Denn weltweit sterben noch immer jährlich fast sechseinhalb Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag aufgrund von Krankheiten wie Malaria oder Durchfall oder unzureichender Ernährung. Sie sterben unnötig! Denn ihre Krankheiten hätten leicht behandelt oder vermieden werden können. Schwangere und Mütter erhalten nicht die Vorsorge, die sie benötigen. Jedes 3. Baby kommt ohne medizinische Hilfe zur Welt!

Christoph Waffenschmidt erklärte anhand der Oberarm-Messung bei Kleinkindern, wie schlecht sich viele Kinder wegen mangelnder Ernährung und Gesundheit entwickeln.

Christoph Waffenschmidt erklärte anhand der Oberarm-Messung bei Kleinkindern, wie schlecht sich viele Kinder wegen mangelnder Ernährung und Gesundheit entwickeln.

Die aktuelle Ebola-Krise verdeutlicht einmal mehr, wie fragil und anfällig die Systeme in armen Ländern sind. Jahrzehnte lange Versäumnisse nationaler Regierungen sowie der Unwille der internationalen Gemeinschaft, beim Aufbau von Gesundheitssystemen in armen Ländern zu unterstützen, rächt sich nun auf grausame Weise.

So sind aufgrund der Angst vor Ansteckung in Westafrika  mittlerweile viele Gesundheitszentren geschlossen. Oder es gibt schlichtweg zu wenig qualifizierte Ärzte und Krankenpersonal, um alle Patienten – auch die nicht an Ebola erkrankten – zu versorgen. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Menschen an behandelbaren Krankheiten wie Malaria oder Durchfall sterben. In Liberia und Sierra Leone wissen viele schwangere Frauen einfach nicht mehr, wo sie ihr Kind sicher zur Welt bringen können.

In vielen Ländern Afrikas wird schon seit Jahren massiv an der gesundheitlichen Grundversorgung gespart. Dabei hatten sich schon 2001 alle afrikanischen Staaten dazu verpflichtet, mindestens 15 Prozent ihres Staatshaushaltes in die Gesundheitsversorgung zu investieren. Heute haben gerade einmal sieben Länder dieses Versprechen umgesetzt.

Auch Deutschland geht nicht mit gutem Beispiel voran, was die Gesundheitsfinanzierung armer Länder angeht. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt den Geberländern seit nunmehr einem Jahrzehnt, 0,1 Prozent des Bruttonationaleinkommens in die internationale Gesundheit zu investieren. Deutschland müsste seine Beiträge verdreifachen, um diesen Wert zu erreichen.

„Mit unserer heutigen Aktion haben wir einmal mehr deutlich gemacht, dass dringend ein Umdenken stattfinden muss. Denn vor allem die Ärmsten und Schwächsten einer Gesellschaft, nämlich die Kinder, leiden am stärksten unter den Folgen einer mangelnden Gesundheitsfürsorge!

Weltweit haben mehr als 6 Millionen Menschen unsere Kampagne unterstützt. Somit ist die Situation der Kinder in armen Ländern ein Stückchen mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Darüber sind wir sehr froh! Gleichzeitig hoffen wir, dass auch das politische Ohr unsere Botschaft hört!

Schreiben Sie einen Kommentar


× sieben = 21