Kinder ohne Aids: Eine mögliche Zukunft – schon bald!

The Joy behind PMTCT as the Sun Dawns on Baby Mable

Ein kleines trauriges Aids-Quiz zum 1. Dezember: Was glauben Sie, wie viele Kinder sich heute während Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit bei ihren Eltern anstecken? Wie hoch ist der Prozentsatz der mit dem HI-Virus lebenden Kinder, die heute Zugang zu den lebensrettenden Aidsmedikamenten haben? Und wie viele der mit dem Virus geborenen Kinder erleben ihren zweiten Geburtstag?

700 Kinder werden jeden Tag angesteckt. Kein Viertel bekommt die Medikamente, die ihr Leben retten könnten – bei den Erwachsenen sind es 38 Prozent. Und die Hälfte der Kinder, die mit dem Virus zur Welt kommen, stirbt während der ersten zwei Jahre.

Das muss nicht so sein. Bei uns in den industrialisierten Ländern liegt die Ansteckungswahrscheinlichkeit der vertikalen Übertragung – also der Übertragung von Eltern auf Kinder – weit unter einem Prozent. In Gebieten ohne Zugang zu Testmöglichkeiten, ohne Aidsmedikamente für werdende und stillende Mütter steigt die Ansteckungsgefahr dagegen auf 30 bis 40 Prozent. Kein Wunder, das fast alle HIV-positiven Kinder in armen Gegenden leben. Frohe Weihnachten kann einem angesichts solcher Ungerechtigkeit da schnell vergehen.

Medikamente für HIV-positive Kinder sind in Entwicklungsländern weiterhin schwer zugänglich (Foto: World Vision)

Medikamente für HIV-positive Kinder sind in Entwicklungsländern weiterhin schwer zugänglich (Foto: World Vision)

Dabei hatte die Welt sich selbst versprochen, dass bis 2015 kein Baby mehr mit dem HI-Virus geboren werden sollte. Davon sind wir weit entfernt. Diese traurige Realität wollen wir nicht akzeptieren, und so haben das Aktionsbündnis gegen Aids, die Kindernothilfe, Plan International Deutschland, terre des hommes und World Vision Deutschland beschlossen, gemeinsam eine Kampagne ins Leben zu rufen: Kinder ohne Aids ­- Medikamente und Tests für Alle!

Tests und Medizin für Alle! (Foto: World Vision)

Tests und Medizin für Alle! (Foto: World Vision)

Wir wenden uns mit klaren Forderungen an die Bundesregierung und an die Pharma-Industrie:  Von der Regierung erwarten wir den Aufbau von speziellen Testmöglichkeiten für Kinder in benachteiligten und armen Regionen der Welt. Auch sollte Deutschland endlich seinen fairen Beitrag für die Arbeit des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria mit mindestens 400 Mio. Euro pro Jahr aufbringen. Und von der Pharma-Industrie erwarten wir, dass sie kindgerechte Behandlungsformen von Aidsmedikamenten weiterentwickelt und ihre Patente kostengünstig und für die ärmsten und Schwellenländer zur Verfügung stellt.

The Joy behind PMTCT as the Sun Dawns on Baby Mable

PMTCT – Verhindern, dass Aids sich von Mutter auf Kind überträgt (Foto: World Vision)

Sie können diese Kampagne unterstützen und mithelfen, dass eine Welt bald Wirklichkeit wird, in der kein Kind mehr mit HIV geboren wird.

Ein toller Anfang für die Adventszeit!

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