Überschwemmungen in Malawi: Hilfe kommt aus der Luft

12_23

Nach mehreren Tagen schwerer Regenfälle in Malawi zeigt sich das ganze Ausmaß der Überschwemmungen. Mehr als 320.000 Menschen sind betroffen, 198.000 davon in überfüllte Notlager geflüchtet. Viele Malawier können derzeit nur per Hubschrauber versorgt werden.


Für die Menschen in Malawi bittet World Vision dringend um Spenden.


„Es sind Überschwemmungen nie gesehenen Ausmaßes“, berichtet Robert Kisyula, Landesdirektor von World Vision Malawi. „Tausende Menschen drängen sich in 17 provisorischen Camps, von denen sechs nur mit Hubschraubern oder Booten zu erreichen sind. Die Versorgung wird durch das sinkende Wasser immer schwieriger, weil Boote aufsetzen. Und die Straßen sind noch lange nicht befahrbar.“

Mit zwei Hubschraubern bringt World Vision derzeit Hilfspakete zu den Menschen. „Besonders Lebensmittel für Kinder und Erwachsene, Zelte, sauberes Wasser und Sanitäranlagen werden benötigt. Außerdem brauchen junge Frauen und Mädchen in den beengten Lagern dringend Schutz”, sagte Kisyula nach einer Lebensmittelverteilung in Nsanje im Süden des Landes.

6_27

In weiten Teilen des Landes wurden zehntausende Häuser und Hütten durch die Wassermassen zerstört. Auch in mittlerweile elf Projektgebieten von World Vision kam es zu schweren Überschwemmungen. Dort sind mehr als 18.000 Menschen, darunter 2800 World Vision-Patenkinder, zu Schaden gekommen – viele verloren ihr Zuhause.

13_14

World Vision warnt vor der Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Cholera. „Die Bedingungen sind optimal für Infekte, die übers Wasser übertragen werden“, sagt Albrecht Hartmann, Leiter Entwicklungszusammenarbeit bei World Vision Deutschland. Deshalb hat die Hilfsorganisation mit der Verteilung von Wasserreinigungstabletten, Insektenschutzmitteln, Hygienesets und Moskitonetzen begonnen. Für die kommenden zwei bis drei Wochen werden weitere Regenfälle erwartet.

Schreiben Sie einen Kommentar


7 − = drei