World Vision startet Hilfseinsatz nach Überschwemmungen in Malawi

Kind_Ueberschwemmungen_Malawi

Nach starken Regenfällen sind mehr als 170.000 Menschen von Überschwemmungen in Malawi betroffen. World Vision hat Nothelfer für die überfluteten Gebiete mobilisiert. 176 Menschen kamen ums Leben. Die Rettungsmaßnahmen dauern noch an - und es regnet immer weiter.

Für den Hilfseinsatz in Malawi bittet World Vision dringend um Spenden. Hier finden Sie unser Malawihilfe-Spendenformular.


In weiten Teilen des Landes wurden zehntausende Häuser und Hütten durch Wasserfluten zerstört. Auch in neun Projektgebieten von World Vision kam es zu schweren Überschwemmungen. Dort sind bislang mehr als 11.000 Familien zu Schaden gekommen, viele verloren ihr Zuhause. In den betroffenen Gebieten benötigen mindestens 1.442 Patenkinder und deren Familien nun rasche Hilfe.

Luftbild_Ueberschwemmungen_Malawi

„In 24 Stunden hat es so viel geregnet wie sonst im ganzen Monat. Viele Menschen haben all ihr Hab und Gut  und ihre Vorräte verloren, und es regnet vielerorts immer weiter“, sagt Albrecht Hartmann, Leiter Entwicklungszusammenarbeit bei World Vision Deutschland. „In unseren Projektgebieten verfügen wir über eine gute Infrastruktur, um jetzt schnell helfen zu können. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Versorgung der Kinder und ihrer Familien.“

World Vision Malawi leitete umgehend erste Hilfsmaßnahmen ein. Mitarbeiter verteilten bereits Lebensmittel und Planen an rund 2000 Haushalte. Heute ist eine Verteilung weiterer Lebensmittel im Süden Malawis in Kooperation mit dem Welternährungsprogramm (WFP) geplant. Auch die Verteilung von Wasserreinigungstabletten, Insektenschutzmitteln, Decken, Hygienesets und Moskitonetzen soll in Kürze starten. Kinderschutzmaßnahmen werden ebenfalls vorbereitet.

Malawi_Bett

Habseligkeiten_Ueberschwemmungen_Malawi

„Die massiven Regenfälle treffen auf ein Land, in dem die Böden verödet sind und die Humusschicht in weiten Teilen zerstört ist. Zu viele Bäume wurden abgeholzt, die Erde kann deshalb kaum Wasser halten. All dies verschlimmert die Situation“, erklärt Hartmann. „Deshalb zielen unsere langfristigen Entwicklungsprojekte mit Blick auf die Katastrophenvorsorge unter anderem darauf ab, die landwirtschaftlichen Anbaumethoden zu verbessern und Bäume zu pflanzen.“

Der Präsident Malawis hat angesichts des Ausmaßes der Fluten den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten.

Schreiben Sie einen Kommentar


9 × eins =