Klimafreundliche Vielfalt gedeiht in Frauen-Händen

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Diese Frauen sind Pionierinnen für klimafreundliche Landwirtschaft: Jeniffer L. und Khadista L.  bewirtschaften eine Ökofarm im Hochland von Samburu. Wir begleiten ihre Arbeit im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den häufigen Dürren in Kenia. Gleich hinter dem Hühnerstall und dem aufgezogenen Kalb betritt man den Gemüsegarten, in dem jetzt innovative landwirtschaftliche Methoden zur Anwendung kommen. Die Vielfalt der Bäume sticht sofort ins Auge, die einfach so zwischen den Gemüsebeeten und dem Napiergras wachsen und den Tisch der Familie mit leckeren Früchten bereichern. Agroforstwirtschaft ist eine smarte Technologie, die gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit und den Wasserhaushalt verbessert und die fünf Kinder mit zusätzlichen Vitaminen versorgt.

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Doch das ist nicht alles. Die Familie besitzt auch etwas Brachland, das zunehmend verbuscht. Die Schulungen von World Vision haben Jeniffer und ihre Nachbarn überzeugt, dass es sich lohnt, die kleinen Zedernbüsche zu schützen und aufwachsen zu lassen. Die jungen Bäumchen werden teilweise aufgeastet, damit sie schneller in die Höhe wachsen. Die Äste sind dabei willkommenes Feuerholz für die Küche. Es ist eine wirklich kostengünstige und effiziente Methode der natürlichen Regeneration, die die Farmer selbst steuern können (im Englischen: FMNR). Wahrscheinlich weiß Jeniffer nicht einmal, dass die Ostafrikanische Zeder inzwischen auf der Roten Liste der gefährdeten Baumarten steht.

Die Zeder wächst in den wenigen noch vorhandenen Bergwäldern Ostafrikas bis auf eine Höhe von 3.000 Metern. Der langsam wachsende, bis zu 45 m hohe Baum enthält wertvolle ätherische Öle. Die Borke findet in der traditionellen Medizin Verwendung. Das Holz ist hart und resistent gegen Termiten, deshalb auch für den Hausbau und als Strommasten sehr geschätzt.

ostafrikanische Zeder

Weiter östlich der Ökofarm erstreckt sich einer der letzten großen Wälder von Kenia, in dem die Zeder noch häufig anzutreffen ist, der Karisia Forest. Doch der Druck auf diese natürlichen Ressourcen ist groß, sodass jedes Jahr viele Hektar verschwinden. Wie gut ist es da, dass Jeniffer und ihre Nachbarn anfangen, diese Bäume zu schützen und wiederaufwachsen zu lassen.

Mit Ihrer Spende oder Projektpatenschaft helfen Sie Bäuerinnen und Bauern in Kenia beim Schutz ihrer Wälder und zugleich bei der Sicherung ihrer Ernährung.

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