“Das beste für mich!” – Wie eine Gesundheitsbotschafterin einer jungen Frau zum Glück verhalf

GesundheitsbotschafterinLaxmi (l.) besucht Sita und ihre Tochter Sujita (Foto: World Vision Nepal)

Wie fühlt es sich an, wenn man Kinder haben will und berechtigte Angst davor hat, dass das niemals klappen wird? So erging es Sita, 21, als sie zum vierten Mal schwanger wurde. Sie hatte Fehlgeburten im sechsten, vierten und fünften Monat hinter sich – wie es dazu gekommen war, wusste sie nicht. Doch dann wurde alles gut. Inzwischen ist Sita die Mutter der kleinen Sujita.

Als Sita wieder schwanger wurde, ging es ihr furchtbar. Nach allem, was passiert war, hatte sie die Hoffnung eigentlich aufgegeben, dass sie eines Tages ihr eigenes Baby im Arm halten würde. Doch dann traf sie auf Laxmi Ojha.

Laxmi ist Botschafterin im Programm Child Health Now (Gesunde Kinder weltweit) bei World Vision Nepal. Die Botschafterinnen gehen von Haus zu Haus und beraten Frauen zu Themen der Mutter-Kind-Gesundheit. Laxmi hatte zuvor von Sitas Fehlgeburten gehört und war besorgt. Während Sita mit ihr über ihre Ängste und die furchbaren Erfahrungen sprach, weinte  sie häufig.

Als sie Laxmi anvertraute, dass sie wieder schwanger sei, war die Botschafterin sehr zuversichtlich. Sie forderte die junge Frau auf, sich sofort impfen zu lassen und beim Arzt eine Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung machen zu lassen. Laxmi wollte unbedingt verhindern, dass Sita erneut das Trauma einer Fehlgeburt durchlaufen musste. Und Sita hatte riesige Ängste. Sie befürchtete, sie würde auch dieses Kind verlieren.
s141404-8: Realising the importance of child health and care

Sita lebt zusammen mit ihrem Schwiegervater und ihrem Mann Binesh. Sie ist für den ganzen Haushalt zuständig und muss auch auf dem Feld aushelfen. Laxmi traf sich mit dem Schwiegervater und Binesh und bat sie, sich in den kommenden Monaten allein um die Feldarbeit zu kümmern und Sita die schwereren Hausarbeiten zu ersparen. Sita bemerkte, wie ihre Familie sensibler wurde, ihr viele Arbeiten abnahm und sie aufforderte, sich möglichst viel auszuruhen.

Als Sujita geboren wurde, war das der glücklichste Tag in Sitas Leben und dem ihrer Familie. Sujita war ein gesundes Baby mit 3000 Gramm Geburtsgewicht.
Doch sieben Monate später wog sie immer noch drei Kilo – sie war massiv mangelernährt.

Laxmi besuchte Sita erneut, erklärte ihr, wieso Sujitas Ernährung nicht ausreichte. Sie bat sie dringend, am World Vision Ernährungstraining teilzunehmen.

Sita lernte viele Dinge, zum Beispiel wie man nährstoffreiche, gesunde Babynahrung zubereitet und welche Bedeutung das Stillen hat. „Ich gebe ihr jetzt dreimal täglich Lito (ein reichhaltiger nepalesischer Babybrei, Anm. d. R.), zwei mal richtiges Essen und außerdem jeden Tag Milch. Sie ist jetzt gesünder geworden und hat auch Gewicht zugelegt. Vorher hatte sie häufig Fieber, Bauchweh, Durchfall und Husten, aber jetzt ist sie kaum noch krank.”

Sita hatte zuhause niemanden, der ihr hätte zeigen können, wie man Kinder versorgt und richtig ernährt. Bis zum Ernährungstraining wusste sie so gut wie nichts.

Inzwischen ist Sita eine glückliche, zufriedene junge Mutter. „Ich habe begriffen“, sagt sie heute, „dass Ausruhen und eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig sind. Vor allem ist mir klargeworden, dass ich früher bei der Feldarbeit sehr harte Arbeiten verrichtet habe. Das Ausruhen und die Unterstützung meiner Familie haben mir meine Tochter geschenkt – das ist das Beste für mich. Ich bin überglücklich.”

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Mit unserem Starthelfer-Programm unterstützen Sie viele Kinder in den ersten Lebensjahren und ermöglichen ihm eine gesunde Ernährung sowie eine medizinische Grundversorgung schon ab 9,- EUR im Monat.

 

So können Sie Starthelfer helfen:

http://www.worldvision.de/spenden-starthelfer-werden.php

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Die Child Health Now Kampagne in Nepal zielt darauf ab, die Zahl vermeidbarer Todesfälle bei Müttern und Kindern unter 5 Jahren in benachteiligten Regionen des Landes zu reduzieren. Dies soll durch eine Verbesserung der Praktiken und Angebote rund um Mutter-Kind-Gesundheit in ländlichen Gemeinden sowie durch Einflussnahme auf Gesundheitspolitik und  Gesundheitssystem geschehen. Erreicht werden soll eine Senkung der Kindersterblichkeit vor allem unter den am meisten benachteiligten Kinder in armen und  benachteiligten Gemeinden. Die Kampagne ist damit in Einklang mit dem Milleniumsentwicklungsziel 4 (Reduzierung der Kindersterblichkeit).

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