Erdbeben in Nepal: World Vision plant Hilfseinsatz für 100.000 Menschen

People rush for safety during a strong aftershock after an earthquake, in Kathmandu

Notfallteams von World Vision haben heute in Nepal damit begonnen, 1000 Schutzplanen und 600 Decken zu verteilen. Nach dem Erdbeben planen wir Hilfsmaßnahmen für 100.000 Betroffene. Angesichts des gewaltigen Ausmaßes der Zerstörung kann es jedoch gut sein, dass die Hilfe noch weiter aufgestockt werden muss.

Das ganze Ausmaß der Zerstörung wird erst nach und nach klar.

Das ganze Ausmaß der Zerstörung wird erst nach und nach klar.

Die Einsätze finden derzeit in den am stärksten betroffenen Gebieten Bhaktapur, Gorkha, Kathmandu, Lalitpur und Lamjung statt. Vor allem die Kinder stehen im Mittelpunkt – sie machen in Nepal den Großteil der Bevölkerung aus, tausende Mädchen, Jungen und ihre Familien haben alles verloren und müssen jetzt versorgt werden.

Der Bedarf an Trinkwasser, Lebensmitteln, Kochutensilien, Schlafmatten, -decken und Regenschutz ist besonders hoch und soll zuerst gedeckt werden. Viele Hilfsgüter lagern bereits vor Ort, ein Flug mit weiterem Material wird derzeit vorbereitet. Auch drei Kinderschutzzentren sollen in Kürze eröffnen. In den großräumigen Zelten können sich Kinder dann in geborgener Umgebung von traumatischen Erlebnissen erholen, spielen und lernen.

Helfen Sie den Erdbebenopfern mit einer Spende!
Mit Ihrer Unterstützung kann World Vision den Menschen in Nepal jetzt Hilfe bringen. Hier geht’s zum Nepal-Erdbeben-Spendenformular.

Insgesamt will World Vision im Rahmen des Nothilfeeinsatzes mehr als 100.000 Menschen versorgen. „Wenn das ganze Ausmaß der Zerstörung klar ist, muss diese Zahl eventuell noch nach oben korrigiert werden“, sagt Harry Donsbach, der den Bereich Humanitäre Hilfe bei World Vision Deutschland leitet. “Wichtig ist, jetzt zu Beginn einer solchen Hilfsoperation Leben zu retten. So schnell wie möglich.”

Das World Vision-Erdbebenhilfe-Koordinationsteam arbeitet derzeit von einem überdachten Parkplatz in Kathmandu aus

Das World Vision-Erdbebenhilfe-Koordinationsteam arbeitet derzeit von einem überdachten Parkplatz in Kathmandu aus

Geburten auf dem offenen Feld

Einsatzteams von World Vision sind derzeit in Nepal in entlegene Gebiete unterwegs, um sich einen Überblick über den Bedarf zu verschaffen und die Hilfsmaßnahmen vorzubereiten. “Rund um ein Krankenhaus lagen hunderte Patienten auf den Feldern, die im Krankenhaus gewesen waren, als das Erdbeben kam. Wegen der Nachbeben haben sie Angst, wieder hineinzugehen. Zahlreiche Frauen haben auf dem Gras liegend ihre Kinder zur Welt gebracht, sie lagen nur auf Matten”, berichtet Matt Darvas von World Vision Nepal aus Pokhara, das sechs Fußstunden vom Epizentrum des Bebens entfernt liegt.

In manchen Dörfern nahe des Epizentrums, so berichten Augenzeugen, seien mehr als 90 Prozent der Häuser komplett zerstört.

World Vision war bereits vor dem Erdbeben mit 73 Projekten und 205 Mitarbeitern in Nepal im Einsatz. Ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt auf dem Bereich Katastrophenvorsorge: Nepal gehört zu den Ländern mit einem besonders hohen Risiko an Naturkatastrophen wie Erdbeben, Erdrutschen und Überschwemmungen.

3 Kommentare

  1. Kappes Peter, 28. April 2015

    Guten Tag
    Kann ich zu meiner Geldspende auch eine Kleiderspende ( Neuwertige gebrauchte Bekleidung )spenden.
    Um eine Zeitnahe Rückantwort währe ich Ihnen Dankbar
    MFG
    Kappes Peter

  2. Dorothea Hohengarten, 28. April 2015

    Lieber Kappes Peter,

    leider können wir keine Kleiderspenden weiterleiten. Die hohen Transportkosten würden in keinem Verhältnis zum Wert der Kleidung stehen, deshalb wird Kleidung – wie auch andere Hilfsgüter – in Krisenfällen möglichst regional eingekauft, also in der Nähe des Geschehens.
    Aber vielen Dank für die Hilfe und das nette Angebot!

    Herzliche Grüße aus der World Vision Redaktion

  3. Gertraud Kiss, 29. Januar 2017

    Guten Tag,
    ich hatte schon einmal ein Patenkind auf den Philippinen,das ich jahrelang außer meiner Mitgliedschaft auch noch finanziell und materiell unterstützt habe. Gerne hätte ich ich mein Patenkind Liezel-Marie noch länger begleitet ja sogar ihr eine Schule besuchen lassen. Aber in einer Nacht und Nebelaktion haben Sie mir das Kind wieder genommen ohne das ich die Möglichkeit bekommen habe den Kontakt zu meinem Patenkind aufrecht zu erhalten. Ich hätte schon gerne miterlebt wie sich mein Patenkind entwickelt und ich hätte auch die Familie die im laufe der Zeit größer geworden ist weiter unterstützt. Was haben wir nicht alles versucht auch in den Medien, mehrmals Sie angeschrieben, aber leider ohne Erfolg. Ich wäre sogar bereits gewesen ein weiteres Patenkind, das Sie mir von Mexico zugeschickt haben aufzunehmen mit der Vorraussetzung dass Sie mir die Kontaktadresse meines Patenkindes Liezel-Marie geben. Aber wir wurden einfach im Stich gelassen, das find ich nicht in Ordnung. Habe ich nicht auch das Recht selbst zu entscheiden wen ich finanziell unterstützen möchte. Wir sind kinderlos und haben ein sehr großes Anwesen und wären nicht abgeneigt gewesen unser Vermögen dieser Familie zu vermachen. Wir waren so verärgert, dass wir uns geschworen haben, keinen Cent mehr an Spenden auszugeben.Wir waren zu tiefst enttäuscht auf Ihre Reaktion weil Sie uns nicht die Kontaktadresse gegeben haben. Mich würde es nicht wundern, das man das Kind auf die Straße zum Geld verdienen geschickt hat und wer weis hat sie vielleicht schon selber Kinder. Aber das ist ja für Sie nicht mehr so wichtig! Es ist sehr schade nicht mehr zu wissen was aus dem Kind geworden ist. Aber das

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