Nepal nach schwerem Erdbeben jetzt helfen!

Der Eingang dieser Schule ist ebenfalls verschüttet. Angstvolles Warten bei den Anwohnern während vieler Nachbeben.

Nepal hat nach dem verheerenden Erbeben gestern den Notstand ausgerufen und World Vision bereitet sich auf einen Hilfseinsatz vor. Gemeinsam mit dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ bittet die Kinderhilfsorganisation um Spenden, da die Zahl der Todesopfer stündlich steigt und das Beben in vielen Dörfern und Städten voraussichtlich große Schäden angerichtet hat. Mehr als 4 Millionen Menschen leben in den am stärksten betroffenen Regionen. Das World Vision-Büro in Kathmandu ist einsatzfähig und erarbeitet heute einen mit der Regierung, lokalen Partnern und anderen Hilfsorganisationen abgestimmten Plan für die ersten Hilfsmaßnahmen, während Teams vor Ort weitere Informationen zum Ausmaß der Katastrophe sammeln.

Bilder von der Zerstörung, aufgenommen von Mitarbeitern:

Hier können Sie spenden:

World Vision
Spenden-Stichwort: Erdbeben Nepal
Spendenkonto: 66601,
Postbank Frankfurt, BLZ 500 100 60
IBAN: DE93 5001 0060 0000 0666 01
BIC: PBNKDEFF

“Aktion Deutschland Hilft” (Katastrophenhilfebündnis, in dem World Vision Mitglied ist)
Spenden-Stichwort: Erdbeben Nepal
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30
(Festnetz kostenfrei, mobil höher)

„Obwohl sie in einer erdbebengefährdeten Region liegen, sind die meisten Dörfer und Städte nicht auf ein derart schweres Erdbeben vorbereitet“, sagt Matt Darwas, ein australischer Mitarbeiter von World Vision in Nepal. „Die Dörfer in der Region des Epizentrums kleben direkt an großen Berghängen und die Häuser bestehen aus einfachen Stein-und Felskonstruktionen. Viele dieser Dörfer sind nur mit Geländewagen und zu Fuß erreichbar, manche Stunden-oder sogar Tagesmärsche von der Hauptstraße entfernt. Vermutlich kann man diese Dörfer nur mit Helikoptern erreichen. Häufig sind solche Dörfer von Erdrutschen betroffen, und es kommt nicht selten vor, dass ganze Dörfer von einem Erdrutsch begraben werden. Uns erreichen langsam auch erste Berichte, dass dies in Dörfern der Kaski-und Gorkha-Region der Fall sein könnte.“

“Medizinische Hilfe zu leisten wird in den entlegenen Dörfern schwierig, denn die Gesundheitsstationen der Distrikte sind nicht gut ausgestattet und verfügen nicht immer über Ärzte. Manche Dörfer sind davon abhängig, die Gesundheitsdienste aus den Nachbardörfern in Anspruch zu nehmen, und wenn sie diese nicht erreichen können, sind sie völlig ohne medizinische Versorgung.“

World Vision arbeitet mit über 200 Mitarbeitern in 10 Distrikten Nepals. Wie die Landesdirektorin Liz Satow aus der Hauptstadt Kathmandu berichtet, kam keiner der Mitarbeiter zu Schaden, aber viele verbrachten die Nacht im Freien.  „Wir sahen viel Zerstörung um uns und jedes Nachbeben erschütterte uns mit donnerartigem Lärm“, erzählt sie. Zusammen mit Operations Manager Philipp Ewert versuchte sie sich trotzdem ein Bild von der Lage zu machen. Ihren Beobachtungen zufolge ist der alte, aus Ziegeln gebaute Teil der Hauptstadt offenbar stärker zerstört als die moderneren Stadtteile.

Katastrophenhilfe-Experten aus umliegenden Ländern, unter anderem auch aus Indien und Bangladesch, halten sich bereit, den Hilfseinsatz in Nepal zu unterstützen.
World Vision Deutschland steht mit Nepal im Kontakt, um gezielt nach Bedarf Unterstützung zu leisten.

4 Kommentare

  1. Nickl Silvia, 27. April 2015

    Wieviel Prozent wird in diesem Fall an Verwaltungskosten einbehalten. Danke für die Antwort

    Silvia Nickl

  2. Edith Greif, 30. April 2015

    Sehr geehrtes World Vision -Team,
    wäre es möglich, Sie vor Ort zu unterstützen?
    Ich bin Physiotherapeutin und würde gerne im Katastrophengebiet helfen bei der Versorgung der Opfer.
    Ich könnte mich für drei bis vier Wochen zur Verfügung stellen.
    Die Flugkosten würde ich natürlich selbst übernehmen.
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Ganz liebe Grüsse,
    Edith Greif

  3. Dorothea Hohengarten, 30. April 2015

    Liebe Silvia,

    vielen Dank für deine Frage. Wir benötigen von den eingegangen Spenden bis zu 20% für die qualifizierte fachliche Koordinierung und Begleitung der Hilfsmaßnahmen durch unsere deutschen Mitarbeiter sowie für unsere Verwaltungsaufgaben.

    Herzliche Grüße

  4. Dorothea Hohengarten, 30. April 2015

    Hallo Edith,
    das ist ein ganz tolles Angebot, vielen Dank! World Vision arbeitet jedoch ausschließlich mit Fachleuten aus den betroffenen Ländern zusammen. Wenn niemand Geeignetes vor Ort ist, kann World Vision Nepal Personal aus anderen Partnerschaftsländern anfordern. Diese Männer und Frauen sind dann aber speziell für Kriseneinsätze wie diesen ausgebildet. Ohne eine solche Ausbildung ist eine Katastropheneinsatz aus unserer Sicht eigentlich nicht verantwortbar, denn die Belastung vor Ort in diesen Situationen ist enorm. Es gibt in Deutschland aber auch Hilfsorganisationen, die ein Stand-by-Team von Freiwilligen (nach vorheriger Ausbildung) haben – z.B. der ASB.

    Herzliche Grüße

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