Starthelfer-Projekte in Uganda: Wie durch mobile Kliniken die Hilfe ins Dorf kommt!

cut_Uganda 1

Unsere Länderreferentin Karin Model war soeben vor Ort in Uganda und hat sich ein Bild von den Fortschritten der Starthelfer-Aktivitäten gemacht. Dabei geht es nicht nur um akute medizinische Versorgung von Schwangeren, Babys und Kleinkindern, sondern auch um Anleitung zu gesunder Ernährung, Vorsorgemaßnahmen und Hygiene.

Die Arbeit der dortigen World Vision-Gesundheitsprogramme und der sogenannten “Village Health Trainer” (zu deutsch Gesundheitshelfern) ist sehr wichtig, da sie werdenden Müttern und Vätern zur Seite stehen. Eigentlich wird den Eltern geraten, zur Geburt in das Gesundheitszentrum zu gehen und für den Transport rechtzeitig vorzusorgen bzw. zu sparen. Doch finden viele Entbindungen noch in den Dörfern statt. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Weg in das Gesundheitszentrum zu weit zu Fuß ist oder zu wenig Geld für den Transport vorhanden ist. Im ganzen Distrikt gibt es nur eine Ambulanz und diese ist seit ca. einem Jahr nicht mehr einsatzfähig. Außerdem müssen die Patienten für den Benzin des Transportes selbst aufkommen, was sich viele Familien nicht leisten können.

Karin Model berichtet von vor Ort.

Karin Model berichtet von ihren Erlebnissen.

 

Durch mobile Kliniken erreichen wir weit abgelegene Dörfer

Einmal im Monat besucht eine mobile Klinik von World Vision den Distrikt Amuru und führt eine Gesundheitskampagne durch, die u.a. Impfungen und Entwurmungen beinhaltet. Die Hilfe durch Gesundheitshelfer ist ein wichtiger Baustein im Starthelfer-Programm.

cut_VHTs

In den Projekten werden Kleinkinder und Babies geimpft.

 

...und bei Kleinkinder ist Entwurmung ein wichtiger Bestandteil, da viele Kleinkinder unter Würmern leiden, die ihre Bäuche aufblähen lassen.

Bei Kleinkindern ist Entwurmung ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge, da viele unter Würmern leiden. Durch den Parasitenbefall werden die Bäuche von den Kleinen aufgebläht und wichtige Nährstoffe können nicht richtig aufgenommen werden.

Das Team des Gesundheitszentrums macht sich mit Medikamenten auf den langen Weg durch den Busch in die Dörfer, um dort die Patienten zu behandeln, die den Weg ins Gesundheitszentrum nicht auf sich nehmen können.

Mobile Kliniken teilen Medikamente zur Vorbeugung vor Krankheiten und zur Behandlung verschiedener Krankheiten aus.

Mobile Kliniken teilen Medikamente zur Vorbeugung und zur Behandlung verschiedener Krankheiten aus.

Währenddessen warten einige Patienten in eigens angelegten “Wartezimmern” im Freien, bis sie an der Reihe sind.

Ein Wartezimmer im Freien.

Ein Wartezimmer im Freien.

Gesundheitsberatung und Geburtenvorsorge vor Ort

Die Gesundheitshelfer bereiten die Mütter und Väter auf die bevorstehende Geburt vor und folgen die Gesundheit jedes Kleinkindes bis zu 6 Monaten ab. So kann man schnell feststellen, wenn es ein gesundheitliches Problem in den ersten 6 Monaten gibt und Hilfe im Gesundheitszentrum suchen.

Diese Mutter hat ein 5 Monate altes Baby, das sie vom Arzt untersuchen läst.

Diese Mutter hat ein 5 Monate altes Baby, das sie vom Arzt untersuchen lässt.

Da der Großteil der Bevölkerung in den Dörfern nicht lesen und schreiben kann, benutzen die Gesundheitshelfer Material mit vielen Bildern.

Schaubilder und -tafeln erleichtern die Arbeit mit Analphabeten.

Schaubilder und -tafeln erleichtern Analphabeten das Verständnis für Gesundheit, Ernährung und Hygiene.

Nutrition Care Group: Feldarbeit und Kochkurs

Die “Nutrition Care Groups”, (Ernährungsgruppen), die von World Vision ins Leben gerufen wurden, existieren in vielen Dorfgemeinschaften. Jede Gruppe beinhaltet eine Führungsperson (“lead mother”), die die anderen Frauen in Ernährung und Hygiene schult.

Hier wird ein nährstoffreicher Porridgebrei zubereitet.

Hier wird ein nährstoffreicher Porridgebrei zubereitet.

Gemeinsam bearbeitet die Ernährungsgruppe einen Acker und teilt sich den Erlös der angepflanzten und verkauften Früchte bzw. verwendet diese auch für den Eigengebrauch.

Cut_nutrituin care group

 

Sie können unsere Arbeit ebenfalls unterstützen und Starthelfer werden:

http://www.worldvision.de/spenden-starthelfer-werden.php

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar


vier + = 11