Familie Endebrock zu Besuch bei ihrem Patenkind Kholiwe in Matsanjeni, Swasiland

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Ein Bericht von Fam. Endebrock Auf unserer Rundreise durch Südafrika führte uns unser Weg auch durch Swasiland. Wir hatten schließlich die Gelegenheit genutzt, das dortige World Vision-Projekt in Matsanjeni im Süden Swasilands zu besuchen. Während das Projekt schon einige Jahre läuft, hatten wir erst im letzten Jahr die Patenschaft für die 11-jährige Kholiwe übernommen.

Wir wussten, dass Swasiland eines der ärmsten Länder der Welt ist und die Projektregion sehr unter Trockenheit leidet. Swasiland besteht im Nordwesten, rund um die Hauptstadt Mbabane, aus grünen Bergen und Hügeln. Hier übernachteten wir am Tag vor dem Besuch und konnten uns die Trockenheit noch nicht richtig vorstellen.

Am Morgen des Besuchstags sind wir dann die ca. 100 km in die Provinzhauptstadt Nhlangano gefahren, wo wir uns mit den Projektmitarbeitern Wandile und Julia getroffen haben.

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Wir nutzten zunächst die Gelegenheit im örtlichen Supermarkt einige Einkäufe für die Familie von Kholiwe zu tätigen, wie z.B. Maismehl, Zucker, Seife oder Kerzen. Anschließend fuhren wir in die Projektregion. Während auch Nhlangano (in den Bergen) grün und fruchtbar war, sah es in Matsanjani schon anders aus. Wandile zeigte uns zunächst einige Erfolge der Projektarbeit.

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Erste Station war eine kleine Näherei, mit der sich einige Frauen mit Hilfe von World Vision selbständig gemacht haben. Hier nähen sie Kleidung oder bessern sie auf, wie z.B. Schuluniformen, um sie dann zu verkaufen.

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Danach ging es hauptsächlich um die Wasserversorgung. Wir fuhren deshalb zu einer großen Wasserstelle, welche vor Projektbeginn für Trinkwasser, zum Wäschewaschen und als Viehtränke genutzt wurde – mit den entsprechenden hygienischen Problemen.

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Mit Hilfe von World Vision wurde von den Bergen aus eine Wasserleitung in die Region gebaut sowie neue Zapfstellen: Jetzt steht sauberes Trinkwasser zur Verfügung und auch Wasser für die Bewässerung von Feldern. Letzteres konnten wir in einer Grundschule sehen, in der uns der Hausmeister den Schulgarten zeigte. Dort wird jetzt Gemüse für das Schulessen angebaut.

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Eine örtliche Agrargemeinschaft profitiert ebenfalls vom Wasser und baut Mais und Gemüse für den Eigenbedarf und den Verkauf an – sie stellten uns ihre Arbeit vor und berichteten, wie froh sie nun sind, gutes Essen anbauen und verkaufen zu können. Es ist sehr schön zu sehen, wie stolz diese Menschen auf ihre Arbeit sind.

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Schließlich fuhren wir zu Kholiwe und ihrer Familie. Sie lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einem kleinen Häuschen auf einer Hofstelle, zu der keine Straße führt. Dort leben außerdem ihre Großeltern und die Familie ihres Onkels.

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Die Familie hat uns freundlich begrüßt und sich sehr über die mitgebrachten Einkäufe gefreut. Für Kholiwe haben wir ein Springseil mitgebracht, außerdem Süßigkeiten für sie und die anderen Kinder.

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Im Schatten unter einem Baum sitzend, erfuhren wir etwas über das Leben und den Alltag der Familie und wir erzählten etwas über das Leben in Deutschland.

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Kholiwe hat sich gefreut, uns zu sehen, sie war jedoch sehr zurückhaltend. Ihr war es etwas unangenehm, so im Mittelpunkt zu stehen. Zum Glück können Kinder untereinander schneller und unkomplizierter Kontakt herstellen, was auch unseren und den Kindern im Hof gelang. Dadurch lockerte sich die Stimmung bald auf und am Ende haben sich alle einen Ball zugekickt. Weil der Tag schon zu Ende ging, konnten wir leider nicht lange bleiben und mussten bald wieder aufbrechen.

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Fazit:

Wir waren beeindruckt von den Erfolgen, die hier in den letzten Jahren, letztlich auch mit unserer Hilfe, erzielt wurden. Die Lebensbedingungen der Bevölkerung hier haben sich deutlich verbessert. Es war schön, das alles auch einmal real zu sehen. Wandile und Julia haben sich viel Zeit für uns genommen. Sie waren sehr freundlich, haben uns viel erklärt und unsere Fragen beantwortet.

Es war gut, unser Patenkind und ihre Familie einmal persönlich zu treffen und einen kleinen Einblick in ihr Leben zu bekommen: So bekommt unsere Unterstützung jetzt auch „ein Gesicht“!

Was eine Patenschaft ausmacht:

http://www.worldvision.de/kinderpatenschaft-was-eine-kinder-patenschaft-ausmacht.php

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http://www.worldvision.de/kinderpatenschaft.php

1 Kommentar

  1. Vanessa G., 6. Juli 2015

    Ein schöner Patenbericht, ganz besonders wegen der vielen Fotos.

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