Spannendes Treffen im Bundestag: Gewalt gegen Kinder kann beendet werden

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World Vision hat Menschen aus 28 Ländern Fragen zur Gewalt gegen Kinder gestellt. Die Ergebnisse wurden gestern mit Abgeordneten und Mitarbeitern des deutschen Bundestags diskutiert - unter der Leitung von zwei engagierten Jugendlichen. Ein doppelt spannender Tag in Berlin.

Morgens, ganz früh, zu ungewohnter Stunde, haben wir uns im trüben, grauen Berlin Richtung Bundestag aufgemacht. Unsere Jugendbotschafterin Laura Eckert-Rodriguez (19), der 15jährige Schüler Luis Biener, unsere Referentin für Kinderrechte, Kinderschutz und Bildung, Nina Humphrey, und ich. Unser Ziel: Im Paul-Löbe-Haus die Abgeordneten davon zu überzeugen, dass wir Gewalt gegen Kinder noch zu Lebzeiten stoppen können, wenn wir vor allem eines beachten:  Zusammenarbeit und Partizipation derer, die es betrifft: die Kinder!

Report_Fearing_wrongFearing Wrong“ heißt der Bericht, in dem World Vision gemeinsam mit Ipsos Reid über 11.000 Personen in 28 Ländern zum Thema „Gewalt gegen Kinder“ Fragen wie diese vorgelegt hat: Wie nehmen Menschen auf der Welt Gewalt gegen Kinder wahr? Ist es eine unbesiegbare Gefahr? Wo sind Kinder eigentlich gefährdet, sind Jungen oder Mädchen stärker von Gewalt betroffen und tun unsere Regierungen denn genug, um dieser Gewalt ein Ende zu setzen?

Gewalt  gegen Kinder ist gefährlich! Sie kann Verletzungen und dauerhafte körperliche Schäden verursachen, einem Kind das Vertrauen und jegliches Sicherheitsgefühl rauben und die geistige, psychologische, soziale und sonstige Entwicklung ein Leben lang beeinträchtigen.

Wir können diese stoppen, jedoch nur, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und zusammen arbeiten – auf allen Ebenen!

Und wenn wir nicht vergessen, diejenigen in die Lösung mit einzubeziehen, die es betrifft: die Kinder selbst! Wir fordern Partizipation der Kinder!

Hier ein Einblick, wie Laura und Luis den Tag wahr genommen haben:

Laura: „Wir als Jugendliche hatten die Möglichkeit an dem Parlamentarischen Frühstück teilzunehmen und die Diskussion zu moderieren. Nachdem zuerst Esther Rüden einen Überblick gegeben hat,  präsentierte Nina Humphrey ein Projekt mit einem Lösungsansatz hinsichtlich des Problems Gewalt gegen Kinder,  woraufhin viele spannende Fragen gestellt wurden,  auf die wir während des Frühstücks näher eingehen konnten,  um noch deutlicher zu machen, welche Bedeutung die Prävention im Kampf gegen Gewalt gegen Kinder hat.“

Luis: “Laura und ich leiteten das Parlamentarische Frühstück mit Bundestagsabgeordneten und deren Mitarbeitern  in Berlin. Das Thema “Gewalt gegen Kinder” war sehr interessant und trotz anfänglicher Nervosität fiel es uns schnell immer leichter die Abgeordneten im Gespräch zu halten bzw. sie dazu zu bewegen, neue Gedanken, Meinungen und Fragen einzubringen. Das Treffen war auf jeden Fall  spannend und lehrreich und hat interessante Einblicke in die politische Arbeit von World Vision und von Bundestagsabgeordneten ermöglicht. Auch der persönliche Kontakt zu Abgeordneten war eine neue, aber auch eindrucksvolle Erfahrung.”

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