Mütter und Kinder finden etwas Ruhe auf der Flucht

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Jeden Tag überqueren tausende Flüchtlinge nahe dem Dorf Bapska die serbisch-kroatische Grenze. Immer mehr Frauen und Kinder sind unter ihnen, weil sie die Hoffnung auf baldigen Frieden in Syrien, Irak oder Afghanistan aufgegeben haben und keine Perspektive finden in den Nachbarländern. Vermutlich wollen sie auch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch Europa erreichen.

Der vier Monate alte Abdulah und seine Mutter aus Serbien waren am 4. Oktober unter den ersten, die das von World Vision und Unicef gemeinsam eröffnete Mutter-Kind-Zelt in Bapska aufsuchten. Abdulahs Mutter war erleichtert, mit ihrem Baby dort ein wenig Ruhe zu finden, ihn an einem geschützten Ort stillen und windeln zu können. Ältere Kinder können in dem mit Ballons verzierten Zelt puzzeln, malen oder einfach mit anderen Kindern spielen.

“Wenn die Flüchtlingsfamilien, meist mit Bussen, in der Grenzregion ankommen, machen unsere Sozialarbeiter gezielt die Mütter auf das Angebot aufmerksam. Männer drängen oft eher zur Eile, aber die Mütter mit Babies und Kleinkindern sind sehr dankbar für etwas Ruhe und Entspannung”. berichtet Katharina Witkowski, die die Arbeit von zwei Helfer-Teams in Serbien leitet.

Da das Wetter auch in Serbien umgeschlagen hat, besorgt Katharina Witkowski jetzt vor allem warme Regenjacken, Wolldecken, Socken, Mützen und Schals, die dann nach Bedarf verteilt werden. “Ich bin immer betroffen, wenn ich Kinder ohne Socken oder in völlig durchnässten Schuhen hier ankommen sehe oder wenn ich höre, dass sie bei diesem Wetter im Freien übernachten”, sagt sie am Telefon. Auch medizinische Helfer stellten sich darauf ein, in den kommenden Tagen immer mehr unterkühlte Kinder anzutreffen.

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