Anpfiff in Azraq-Flüchtlingslager

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Der Ball rollt, die Kinder lachen – Fußball mitten in der Wüste Jordaniens. Vertreter der englischen Premiere League haben 24 Männer und 12 Frauen in einem mehrtägigen Fortbildung als Trainer und Schiedsrichter ausgebildet. Der Plan ist eine eigene Liga mit 32 Mannschaften für Mädchen und Jungen zu schaffen, die Premiere Leauge stellt die Mittel und World Vision Jordanien realisiert dieses Projekt.

“Das Leben der jungen Leute im Flüchtlingslager Azraq wurde erschüttert. Wenn wir ihnen nun Zugang zu qualitativ hochwertigem Training, das Spaß macht und zu Wettkämpfen geben, die von gut ausgebildeten Trainern organisiert werden, dann können sie auch die Vorteile dieses Spiels nutzen: Teamwork, Selbstbewusstsein und Wohlbefinden. Doch genauso wichtig: Sie bekommen ein Stück Normalität zurück, die sie so sehr vermissen mussten”, so Richard Scudamore, Vorstandsvorsitzender der Premiere League.

Die 10Jährige Zaynab hat zum ersten Mal Fußball gespielt. "Es war sehr schön. Ich war Torhüterin und habe es geliebt. Ich habe einen Ball gehalten. Ich habe neue Freundinnen gefunden. Ich möchte jeden Tag herkommen und spielen."

Die 10Jährige Zaynab hat zum ersten Mal Fußball gespielt. “Es war sehr schön. Ich war Torhüterin und habe es geliebt. Ich habe einen Ball gehalten. Ich habe neue Freundinnen gefunden. Ich möchte jeden Tag herkommen und spielen.”

Zur Zeit leben an die zwanzigtausend Menschen in Azraq, dem zweitgrößten Lager für aus Syrien Geflohene in Jordanien. Für die knapp siebentausend Jungen und Mädchen unter 17 Jahren ist es eine mehr als willkommene Ablenkung von dem harschen Alltag fern der Heimat.

Steffen Horstmeier, der Leiter von World Vision Jordanien freut sich über das Engagement der Premiere League: “Es zeigt den Kindern, dass sogar Institutionen, wie die Premiere League sich für sie und ihre Zukunft interessieren.”

 

2 Kommentare

  1. Lisa, 3. August 2017

    Fußball verbindet – egal in welchem Land! Teamsportarten sind sehr dafür geeignet, Freundschaften zu knüpfen, wenn man sich an einem fremden Ort befindet. Sport entführt aus dem Alltag und tankt die Energiereserven wieder auf. Gerade bei Kindern ist Bewegung wichtig, um die motorischen Fertigkeiten auszubauen und eine gesunde Muskulatur zu entwickeln. Nach Angaben der WHO sollte man sich eine Stunde pro Tag bewegen. Zudem ist ein soziales Umfeld für die psychische Gesundheit von Kindern sehr wichtig, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber schwerwiegenden Ereignissen auszubauen und für sich ein Wir-Gefühl entwickeln zu können. Ein Teamsport fordert darüber hinaus auch auf, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen und zu lernen verlieren zu können und respektvoll miteinander umzugehen. Alles Ziele, die eventuell durch die prekäre Lage in der Erziehung untergehen könnten. Ich finde das Projekt sehr gut, weil es ein Stück Leichtigkeit in den Alltag des Flüchtlingslagers bringt und die Kinder glücklich macht.

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