El Nino – die Kinder der Dürre

Blog Beitragsbilder Kinder der Dürre

Extreme Dürre und verheerende Überschwemmungen – die Folgen von El Nino bedrohen weltweit das Leben von Millionen Menschen. Vor allem im südlichen und östlichen Afrika sind die Armen von den Folgen am stärksten betroffen. Unter ihnen tragen die Kinder oft die Hauptlast der Katastrophe. Einige müssen die Schule verlassen, um Geld für Essen zu verdienen. Andere werden allein zurückgelassen, weil sich ihre Eltern auf die Suche nach Jobs machen. Doch auch, wenn die Familien noch zusammen sind, benötigen sie Hilfe zum Überleben.

So, wie diese drei Kinder und ihre Familien:

Desu

Desu ist ein siebenjähriges Mädchen und geht in die erste Klasse einer Grundschule in Äthiopien. Ihre Familie ist besonders betroffen von El Nino. Sie hatten schon vorher nicht viel, in ihrer von Armut geprägten Gegend. Jetzt hat die Dürre auch das bisschen, was auf den Feldern wächst, zerstört. Und auch das Trinkwasser wird knapp. Desu verpasst oft die Schule, denn sie muss kilometerweit laufen, um Wasser zu holen. “Und wenn ich kein Wasser hole, dann muss ich auf meine jüngeren Geschwister aufpassen oder den Haushalt machen.  Ich vermisse die Schule. Mein Lieblingsfach ist Englisch und ich möchte ein Lehrer zu sein, wenn ich erwachsen bin.” Heute gibt es gerösteten Malz zum Frühstück. Es wird Desus einzige Mahlzeit bleiben.

Precious

Precious ist 13 und sieht auf das Maisfeld seiner Familie in Malawi. Die Dürre hat das Feld vollkommen verwüstet. Und auch die nächste Ernte wird welken und sterben, wenn nicht bald Regen fällt. Schon im Januar vergangenen Jahres mussten Precious und seine Familie die Folgen einer Flut bewältigen, die ihre Felder zerstört hatte. Doch die anschließende Dürre vernichtete auch die letzten Pflanzen in den Gemüsegärten, die der Flut noch standgehalten hatten. Jetzt leben er, seine Mutter seine vier Brüder und Schwestern von Vorräten, die vielleicht noch einen Monat reichen.

Manaye

Manaye ist drei Jahre alt und lebt in Jeju, einem Gebiet in Äthiopien, das besonders heftig von der anhaltenden Dürre betroffen ist. Er ist der jüngste von drei Brüdern. Sein ältester Bruder Addisu, ist 15 und geht eigentlich zur Schule. Jetzt aber ist er fortgegangen, um Arbeit zu finden und mit seinem Einkommen die Familie zu unterstützen. Sein Vater Delelegn Gebre Hiwot sagt: “Alles, was ich angebaut habe, ist verdorrt. Wir haben kein Wasser mehr, denn selbst die Teiche, die wir zum Bewässern nutzten, sind ausgetrocknet.“

Hier können Sie unsere Arbeit in den Dürregebieten unterstützen:

https://www.worldvision.de/spenden-katastrophenhilfe-hungersnot-in-afrika.php?&affili_id=10371&r=10371&ref=m 

1 Kommentar

  1. Sandra, 7. Juni 2017

    Drei Mahlzeiten am Tag sind für uns völlig normal – manche Ärzte empfehlen sogar fünf Mal am Tag zu essen. Auch das würde für die Bevölkerung in den Industrieländern vermutlich kein Problem darstellen. Schnell wird zwischen durch mal genascht, ein Apfel oder eine Brezel gegessen. Und die Zutaten für die Gerichte? Die befinden sich für uns frei zugänglich in den Supermärkten, die teilweise sogar bis 24 Uhr geöffnet haben. Was ich heute essen möchte, das kann ich mir kaufen. Einfach so. Die Kinder und Familien des Artikels können das nicht. Sie können sich vermutlich noch nicht einmal vorstellen, wie ein Supermarkt mit all dem Überfluss an Lebensmittel aussieht.
    Abhängig zu sein von einer Dürre, das kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich kann durch bewusste Einkäufe und die Achtsamkeit auf die produzierten Lebensmittel und die Produktionskosten, sowie andere Unterstützung für die betroffenen Familien vielleicht für ein kleines Stück Besserung beitragen.
    Danke für diesen Beitrag und den Einblick in das (wetter-)abhängige Leben der drei Kinder. Dieser Beitrag regt sehr zum Nachdenken an.

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