Mein Patenkind Sreika – ein unvergesslicher Besuch in Kambodscha

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Ein Beitrag von Jeanette Hoffmann

Es gibt einfach Momente im Leben, auf die kann man sich nur bedingt vorbereiten und ein solcher war der Besuch bei meinem Patenkind Sreika in Kambodscha. Ich unterstütze sie nun seit 4 Jahren und ich habe mit Sreika regelmäßigen Briefkontakt und bekomme regelmäßig Updates zu dem Projekt. Da ich mir eine Auszeit von der Arbeit genommen habe, um in einem Kindergarten in Kambodscha zu arbeiten, lag es natürlich auch nahe Sreika zu besuchen und ich habe bei World Vision einen Besuch angefragt und wir haben alles in die Wege geleitet.

Das World Vision Team hat den Tag perfekt geplant und auf der Agenda standen neben dem Besuch bei Sreika, auch der Besuch von Community Aktivitäten, welche ebenfalls durch Spendengelder finanziert werden.

Unser erster Halt war ein christliches Zentrum, in der sich ein Pfarrer aus Fiji sich um die Gemeinde kümmert. Die Kirche wird zugleich auch als Community Hall genutzt und gerade wurden die Kinder bzgl. ihrer Rechte geschult. Man hat ihnen erklärt, dass Kinder ein Recht auf Gesundheit, Ausbildung, Essen und Sicherheit haben. Die Kinder waren sehr aufmerksam und haben die einzelnen Sätze immer wieder wiederholt. Und dann kam schon die erste Herausforderung des Tages. Der Projektmanager hat mich gebeten vor allen (ca. 80 Kinder) zu sprechen und sie zu motivieren in die Schule zu gehen, zu lernen und darauf zu achten, dass man ihnen nichts verwehrt. Meine 4 Wochen im Kindergarten haben mir hier sehr geholfen mit den Kindern schnell Kontakt zu knüpfen und sie zu motivieren. Ich hab ihnen auch nochmal gesagt wie wichtig Hygiene (Händewaschen, Zähne putzen…) ist und nach meiner kurzen Ansprache durften die Kinder Fragen stellen. Das ging von „Wie ist das Wetter in deinem Land.“, „Wo kommst du her?“, „Wie alt bist du?“, bis hin zu „Bist du verheiratet?“… ;)

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Nach dem obligatorischen Gruppenfoto ging unsere Reise dann weiter ins World Vision Büro. Dort hat der Projektmanager dann genau erläutert, welche Arbeit World Vision hier leistet. Im Gebäude sind einige Schulungsräume und es wurden gerade einige Erwachsene zum Thema Selbstständigkeit und zum Thema Gesundheit geschult. Diese Schulungen werden sehr regelmäßig zu verschiedenen Themen durchgeführt und auch mit den Geldern der Spender finanziert.

Und dann kam der Moment, der so nicht geplant war und mich völlig überwältigt hat. Sreika stand mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder vor mir. Ich habe sie sofort erkannt, da ich schon einige Bilder von ihr habe. Ich wusste gar nicht wie ich reagieren soll und ohne, dass ich das wollte, oder geahnt hatte, dass die Situation mich so überwältigt, schossen mir die Tränen in die Augen. :) Es war erstmal eine etwas angespannte Situation und ich wusste auch in dem Moment nicht so ganz wie ich reagieren sollte. Ich habe mich ein bisschen mit ihr unterhalten und ein Übersetzer hat für mich übersetzt. Danach sind wir zusammen zum Mittagessen gegangen und ihre Mama hat mich auch ganz viel gefragt. Sie war auch interessiert am Wetter und ich hab ihr ein Foto von unserem deutschen Garten im Schnee gezeigt und ein Bild eines Schneemanns. Sreika‘s Mama wollte auch wissen wie meine Mama aussieht und ich hab ein Foto von uns beiden gezeigt! :)

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Damit ich eine bessere Bindung zu Sreika aufbauen konnte, hab ich mich dann nach dem Essen mit ihr an einen anderen Tisch gesetzt um ungestört zu sein und wir haben die ganzen mitgebrachten Geschenke angeschaut.

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Ich hatte ein Set dabei, mit dem man ein Armband basteln kann und das haben wird dann gemeinsam gemacht und es war ein wundervoller Moment.

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Danach haben wir noch 2 Bilder gemalt. Eins für mich und eins für sie.

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Ihr kleiner Bruder hat derweil mit dem mitgebrachten Spielzeugauto gespielt.

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Leider ging die Zeit, die wir hatten viel zu schnell vorbei und wir mussten uns schon wieder verabschieden. Auch wenn der Besuch nicht sehr lange war, so hat er mich doch emotional wirklich überwältigt. Ich kann nur sagen, dass ich unglaublich froh bin dieses Kind unterstützen zu können. Sie ist eine von 3000 Kindern in der Provinz die unterstützt werden. Sollte jemand von euch vielleicht darüber nachdenken, eines der Kinder zu unterstützen, kann ich euch nur sagen, dass das Geld gut ankommt und unglaublich viel geschaffen wird! Vielleicht denkt der ein oder andere ja auch darüber nach, ein Patenkind in einem Entwicklungsland zu unterstützen, die Menschen brauchen hier dringend jeden Cent…


Sie möchten auch ein Patenkind in Kambodscha unterstützen? Werden Sie hier Pate: https://www.worldvision.de/kinderpatenschaft.php


Nachdem wir uns verabschiedet haben wollte mir das Projektteam noch weitere Aktivitäten zeigen und das waren auch wieder einige Highlights. Als wir am nächsten Ort ankamen standen dort schon alle Kinder im Hof in Reih und Glied und hatten eine neue Zahnbürste und Zahnpasta in der Hand.

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Silhout hat mich gefragt, ob ich wüsste wie man richtig Zähne putzt (Äh ja, ich glaube schon ;)) und ob ich das den Kindern zeigen könnte. Also Moment, wie zeigen? Soll ich mir jetzt vor 100 Kindern zur Demonstration die Zähne putzen oder wie? :D Na gut! Nachdem ich erklärt habe wie es theoretisch geht, habe ich dann demonstriert wie das Ganze praktisch funktioniert. Die Kinder und die Eltern hatten einen Heidenspaß mich dort in der Mitte stehen zu sehen.

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Es war wirklich ein super schöner Nachmittag und wir und die Kinder hatten einen riesen Spaß. :)

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An der letzten Station des Tages habe ich noch ausgeholfen Schulmaterialien an die Kinder zu verteilen, die ganz aufgeregt schon auf die Geschenke gewartet haben.

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Der Tag hat meine Erwartungen maßlos übertroffen und es war für uns ein unglaublich tolles Erlebnis! Ich kann alle Spender und die die es werden wollen nur ermuntern regelmäßigen Kontakt zu dem Patenkind zu halten und einen Besuch in eines der Länder zu machen. Es ist ein unvergessliches Ergebnis und ich bin dankbar für jeden einzelnen Moment!

Danke World Vision für die tolle Arbeit vor Ort!

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