Ecuador: World Vision hilft im Erdbebengebiet

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Auf das starke Erdbeben, das am Samstag Ecuador erschütterte, hat das World Vision-Länderbüro sofort reagiert. Nothilfe-Teams aus Ecuador sind bereits vor Ort und klären in betroffenen  Orten die größten Bedürfnisse der Bevölkerung ab. Erste Hilfsmaßnahmen wurden auch bereits gestartet.

Das Beben forderte mehr als 400 Todesopfer, mehr als 2500 Personen wurden verletzt. Mindestens 300 Gebäude wurden vollständig zerstört. Noch liegen aber nicht aus allen Orten genaue Informationen über die Lage vor. Durch Schäden an Straßen und Telekommunikationseinrichtungen sind mehrere Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten. Am schwersten getroffen wurde der Nordwesten des Landes, wo das Epizentrum des Bebens lag. Im ganzen Land gilt der Ausnahmezustand, die Regierung erklärte sechs Provinzen zum Notstandsgebiet. Über 160 Nachbeben wurden registriert. Eine Tsunami-Warnung wurde aufgehoben.

«Das ist das schlimmste Erdbeben in Ecuador seit 1987. Es war furchteinflößend», erklärte José Luis Ochoa, der Direktor von World Vision Ecuador. «Die Bevölkerung verbrachte die ganze Nacht in der Angst vor starken Nachbeben. Erst am Morgen wurde das ganze Ausmass der Katastrophe ersichtlich.»

Erdbeben Ecuador

Im Katastrophengebiet befinden sich auch 7 Entwicklungsprojekte von World Vision. Die Mitarbeiter arbeiten eng mit den Behörden, anderen Hilfswerken und lokalen Kirchen zusammen, um die bestmögliche Hilfe für die Betroffenen sicherzustellen. In Zusammenarbeit mit der Regierung verteilt World Vision erste wichtige Güter wie Zelte, Hygiene-Produkte, Windeln, Lebensmitteln und Trinkwasser. «Unser Fokus gilt den Kindern und ihren Familien. World Vision richtet neben Notunterkünften auch Kinderschutzzonen ein, in denen für Kinder und Jugendliche in einem geschützten Umfeld psychosoziale Hilfe angeboten wird», so Ochoa.

Hilfsgueter

World Vision arbeitet seit 1978 in Ecuador und unterstützt zurzeit 60 000 Kinder und Jugendliche in den Sektoren Bildung, Gesundheit und Kinderrechten.

1 Kommentar

  1. Miriam, 11. August 2017

    In den Medien hören wir fast täglich von Naturkatastrophen. Wir sind betroffen – aber nur was unser Empfinden und Mitgefühl angeht.
    Die Gedanken über ein “betroffen sein” im eigentlichen Sinne, schieben wir weit weg, denn in unserem Heimatland sind Naturkatastrophen in diesem Ausmaß eher unwahrscheinlich.
    Doch gerade bei diesem erschütternden Erdbeben in Ecuador, wurde mir klar, wie nah wir doch an den Katastrophen dran sind und das weg schauen zwar die einfachere aber nicht die richtige Lösung ist. Erst einen Monat vor dem Erdbeben war ich für ein Praktikum und anschließendem Urlaub in Ecuador, ein Familienmitglied musste das Erdbeben miterleben. Gott sei Dank blieb sie unverletzt! Dennoch ist es unvorstellbar wie sehr man sich Sorgen macht und wie machtlos man sich am anderen Ende der Welt fühlt, wenn ein geliebter Mensch der unaufhaltsamen Gewalt der Natur ausgesetzt ist und deren Folgen miterlebt.
    Das Ausmaß der Katastrophe machte mich fassungslos – besonders weil die Berichte darüber aus dem Mund eines Familienmitglieds kamen und ich an die vielen liebenswerten Menschen denken musste, die ich während meines Praktikums kennen lernen durfte. Menschen, die in diesem Moment vielleicht ihre Existenz, Angehörige oder womöglich sogar ihr eigenes Leben verloren haben…
    Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Nothilfe-Teams und Rettungskräften die in Ecuador vor Ort waren für diesen selbstlosen Einsatz bedanken, ihr habt meinen größten Respekt.

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