Ein Geschenk vom Patenkind und Dankbarkeit auf allen Seiten

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Gerta und Klaus Cormann haben ihr Patenkind in Tansania besucht. Wir haben sie gefragt, wie die Begegnung war.

Wie kamt ihr auf die Idee, Euer Patenkind zu besuchen?

Wir unterstützen Saumu schon seit elf Jahren. Seitdem haben wir viel Kontakt – wir schreiben uns drei bis vier Mal pro Jahr Briefe. Einmal schrieb Saumu „Besucht mich in Tansania!“. So entstand der Wunsch, das auch wirklich mal zu tun. Alleine hätten wir uns das bestimmt nicht zugetraut. Aber als wir gehört haben, dass es eine Patengruppenreise nach Tansania geben wird, waren wir gleich dabei.

Hattet Ihr Befürchtungen vor dem Treffen mit Saumu?

Wir hatten die Sorge, dass sie eher zurückhaltend ist und wir nicht mit ihr ins Gespräch kommen. Sie wirkt auf den Fotos immer sehr schüchtern. Als wir Saumu und ihre Eltern im World Vision Büro getroffen haben, war gleich klar, dass die Sorge unbegründet war. Sie kam lächelnd auf uns zu und hat uns gleich umarmt. Ein sehr offenes Mädchen! Die erste Begegnung war für uns sehr berührend und emotional!

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Was wird Euch besonders im Gedächtnis bleiben?

Saumu hatte für uns Geschenke gebastelt: Eine Obstschale und einen Bilderrahmen. Darauf standen sogar unsere Namen „Klaus and Gerta“. Das hat uns sehr gerührt. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Das Highlight war aber, dass uns Saumus Vater zu sich ins Dorf eingeladen hat. Dort haben uns alle erwartet: Opa, Oma, sogar Ur-Opa und Ur-Oma, 3 von 6 Geschwistern, Tanten, Onkel und die halbe Nachbarschaft. Alle haben sich bei uns für unsere Unterstützung bedankt. Wir waren total überrascht und überwältigt von dieser Dankbarkeit.

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Wie geht es Eurem Patenkind heute?

Saumu hat einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht. Sie geht heute in die 9. Klasse einer weiterführenden Schule. Uns gegenüber hat sie sich perfekt auf Englisch vorgestellt. Das war sehr beeindruckend. Auch der Familie scheint es gut zu gehen. Letztes Jahr haben wir eine Sonderspende gemacht. Davon wurden für Saumu ein Bett mit Matratze und neue Schuhe besorgt. Außerdem hat die Familie ein Kälbchen bekommen. Das hat uns sehr gefreut!

Habt ihr Euch auch das Projektgebiet ein bisschen anschauen können?

Ja! Wir haben beispielsweise Saumus frühere Grundschule besucht und ihre Lehrer getroffen. World Vision unterstützt die Schule mit Schulbänken und Tischen. Lehrer wurden fortgebildet, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Aber auch an Hygiene wurde gedacht: Wassertanks und Latrinen wurden gebaut. Wir haben auch etwas von Saumus Mutter lernen können. Sie ist Mitglied in einer Leih- und Spargruppe, die sich für die Einkommensförderung engagiert. So helfen sie sich im Dorf gegenseitig mit Kleinkrediten und haben das Ziel, dass die Familien durch alternative Einkommensquellen wirtschaftlich unabhängig werden. Von den Erlösen werden u.a. auch Kinder unterstützt, deren Eltern an Aids erkrankt sind. Eine wirklich gute Sache.

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Würdet Ihr anderen Paten raten, ebenfalls ihr Patenkind zu besuchen?

Ja, unbedingt! Wir für unseren Teil haben diese Reise keine Sekunde bereut!
Es war für uns ein unvergesslicher und sehr emotionaler Augenblick, als wir unser Patenkind Saumu in die Arme nehmen konnten. Dies werden wir nie vergessen und sicherlich ist das für alle Paten der Fall! Wir würden es jedem empfehlen, sein Patenkind zu besuchen!

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1 Kommentar

  1. Renk, Marlies, 22. Juli 2016

    Mit großem Interesse verfolge ich die Berichte der Paten, die in World-Vision-Projekten ihre Patenkinder besuchen. Sobald ich es mit zeitlich (beruflich) leisten kann, möchte ich das auch sehr gerne tun.

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