Zirkusakrobatik für ehemalige Kindersoldaten

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Ein Gastbeitrag von Madlen Eiteneuer

Wir sind die 10a der Gesamtschule Waldbröl. Dieses Jahr machen wir alle unseren Abschluss und haben deshalb entschieden, dass wir uns noch einmal für Kinder einsetzen, die nicht das Glück haben, einen Abschluss machen zu können.

In den vergangenen Jahren haben wir dies schon mehrere Male getan. Angefangen hat alles in der 5. Klasse mit einer Schuhputzaktion auf dem Waldbröler Wochenmarkt. Wir durch Schuhe putzten viel Geld für Straßenkinder sammeln. Und auch in der 6. Klasse wollten wir uns erneut für Straßenkinder einsetzen und starteten zum 2. Mal mit Erfolg die Schuhputzaktion auf der Wochenmarkt. Auch dort konnten  wir wieder viel erreichen.

Und auch dieses Jahr wollen wir uns noch ein letztes Mal gemeinsam für Gleichaltrige einsetzen, aber dieses Mal sollte es keine „ gewöhnliche Aktion “ werden. Da viele Schülerinnen und Schüler unserer Klasse in der Zirkus – AG aktiv sind, dachte sich unsere Klassenlehrerin, dass wir doch dieses Mal einen kleinen Zirkus auf dem Waldbröler Markt präsentieren könnten. Uns allen gefiel die Idee und wir waren uns einig, dass wir dieses mal das Geld „ World Vision “ spenden möchten. Nach einem kurzen Telefonat mit World Vision, die begeistert waren von unserer Idee, bekamen wir auch schon einige Projektvorschläge, denen wir unsere Spende zu Gute kommen lassen könnten.

Zirkusshow 2

Unsere Klasse in Aktion

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Letztendlich haben wir uns für ein Projekt in der Demokratischen Republik Kongo entschieden. Der Projektort befindet sich im Ostkongo in Butembo. Das Projekt gibt es jetzt schon seid 6 Jahren und wird mit finanziert von Wolfgang Niedecken. Der Name des Projekt ist „ Rebound “ und mit Hilfe von diesem Projekt sollen Mädchen und Jungen, die vom Krieg betroffen sind, eine Perspektive bekommen. Durch ein Ausbildungszentrum können die Jugendlichen einen Neuanfang starten und ihre Zukunft sichern. Dort erhalten sie aber nicht nur eine Berufsausbildung in den Bereichen Schneiderei oder Mechanik oder als Schuster oder Friseur, sondern sie bekommen auch psychologische Unterstützung, um ihr Trauma, dass durch den Krieg oder sexuellen Missbrauch geprägt ist, zu bewältigen.  Bislang wurden 219 Jugendliche ausgebildet und jährlich 70 weitere.

Mehr zum Projekt erfahren sie unter https://www.worldvision.de/unsere-arbeit-wo-wir-arbeiten-kongo-dr-rebound-kindersoldaten.php und unter https://www.youtube.com/watch?v=Smi80U-850w

Mit dieser Aktion wollen wir nicht einfach nur Geld sammeln, viel mehr wollen wir ein Zeichen setzen. Wir möchten den Menschen zeigen, dass es uns sehr wohl interessiert, was mit Gleichaltrigen weltweit geschieht. Und vielleicht wird auch dem ein oder anderen durch unsere Aktion bewusst, warum eigentlich zurzeit viele Menschen aus ihrer Heimat fliehen und vor allem warum die wenigsten von ihnen Kinder sind. Dank unserer Aktion konnten wir mehr als 300€ sammeln!

Zirkusshow 1

Fotos von Friederike Klein

1 Kommentar

  1. Dafina, 15. August 2017

    Wow das nenne ich mal eine sozial engagierte Klasse. Das finde ich immer super schön, wenn sich eine Gruppe zusammentut und gemeinsam Projekte startet, für gute Taten. Die Aussagen der Schüler und Schülerinnen klingen auch sehr reflektiert. Vor allem die Aussage: “Mit dieser Aktion wollen wir nicht einfach nur Geld sammeln, viel mehr wollen wir ein Zeichen setzen. Wir möchten den Menschen zeigen, dass es uns sehr wohl interessiert, was mit Gleichaltrigen weltweit geschieht” finde ich sehr berührend und hochachtungsvoll. Die Klasse hat definitiv ein Zeichen damit gesetzt. Das ist eine tolle Einstellung und ich hoffe andere schneiden sich eine Scheibe davon ab. Wir sollten uns für unsere Mitmenschen interessieren, auch wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe sind, in einem anderen Land leben und eine andere Sprache sprechen.

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