Was mich bewegt: Jugendliche gewinnen tiefe Einsichten und starke Motivation bei Projektbesuchen

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In unserer kleinen Blogserie schildern World Vision-Mitarbeiter Erlebnisse aus ihrer Arbeit, die sie besonders bewegen.

Mein Name ist Denise Schmitz. Bei World Vision betreue ich das Jugendengagement. Ich arbeite also mit jungen Menschen in Deutschland zusammen, die sich gerne sozial engagieren möchten.  Sie unterstützen uns bei  Aktionen oder Veranstaltungen und setzen natürlich auch eigene Ideen um.

Jedes Jahr geben wir zwei Jugendlichen – unseren Jugendbotschaftern – die Möglichkeit  in einem unserer Partnerländer zu sehen, wofür World Vision die Spenden aus Deutschland einsetzt und was Entwicklungszusammenarbeit praktisch bedeutet.

Für viele Jugendliche, die wir mitnehmen, ist diese Reise der erste Kontakt mit einer völlig anderen Kultur und Lebensrealität. Bis zu der Reise sind die Themen zu denen wir arbeiten  für unsere Jubos noch abstrakt. Während der Reise durchlaufen die jungen Menschen dann eine Entwicklung, die zur tieferen Einsicht und sehr oft zu einem neuen Verständnis führt. Die Eindrücke, die wir auf der Reise sammeln, sind für die Jugendlichen nicht immer leicht zu verarbeiten und die unterschiedlichsten Gefühle wie Wut über  Ungerechtigkeiten, Trauer und Mitgefühl brechen hervor. Aber dabei zu sein und die Jubos durch diese Entwicklung zu begleiten ist für mich etwas sehr besonderes.

Bei unserer letzten Reise – die uns nach Kenia führte – haben wir unter anderem  eine medizinische Einrichtung besucht,  in der durch Aids zu Waisen gewordene Kinder versorgt werden. Wir durften an einer kindgerechten Infostunde mit ca. 30 Kindern teilnehmen. Die Kinder sind  im Alter von zwei bis 12 Jahren. Sie haben  die Eltern durch die Krankheit verloren und manche sind auch selbst HIV- infiziert. In Kenia ist HIV ein großes Problem. 6,1 % der Bevölkerung ist mit dem Virus infiziert. In der Einrichtung lernen die Kinder mit der Krankheit umzugehen, sich und andere zu schützen, sie lernen wie sie länger mit dem Virus leben können, wie HIV übertragen wird. „Trotzdem“, sagte uns der leitende Arzt der Einrichtung, „wird wahrscheinlich keines der infizierten Kinder älter als 18 Jahre alt“.

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Auf unserer Reise haben wir  viele solcher Begegnungen. Wir treffen täglich auf Kinder und ihre Familien, die viel ärmer sind als wir und großes Leid erfahren haben.  Aber wir sehen auch, dass es Lösungen und Verbesserungen gibt,  selbst dort, wo die Armut am größten ist. Dass es von unserem Einsatz abhängen kann, ob ein Kind etwas zu essen bekommt oder Hunger leiden muss. Und das ohne unsere Arbeit das Elend noch größer wäre.

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Noch nie habe ich Resignation bei unsern Jugendlichen erlebt. Auch wenn Armut und Ungerechtigkeit oft unüberwindbar erscheinen muss, setzen sich unsere Jubos nach der Reise wirklich immer noch viel engagierter  ein und kommen nach Hause mit der Überzeugung  und der Entschlossenheit etwas verändern zu können. Wenn wir  dazu einen Anstoß geben konnten bei engagierten jungen Menschen, dann bewegt mich das sehr.

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