Andrea Jeska

Wolfgang Niedecken auf dem Markt in Beni

Teil 7 des Reiseblogs von Journalistin Andrea Jeska, die gemeinsam mit BAP-Sänder Wolfgang Niedecken und World Vision Mitarbeitern vom 10. bis 18. September wegen des neuen Rebound-Projekts im Ostkongo unterwegs ist.

Die Kritiker der Entwicklungshilfe haben in vielem Recht. Wenn sie darauf verweisen, dass Entwicklungshilfe den jeweiligen Verantwortlichen eben diese Verantwortung abnimmt, dass Staaten niemals funktionsfähig werden, wenn die Weißen immer die Feuerwehr spielen und die jeweiligen Politiker nur das Geld nehmen. Es ist ein weites Feld, diese Diskussion über Sinn und Unsinn von weißem Engagement im schwarzen Afrika. Den Bürgermeister von Oicha aber, hätten wir allen Kritikern gerne einmal vorgestellt. Artikel lesen

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Teil 6 des Reiseblogs von Journalistin Andrea Jeska, die gemeinsam mit BAP-Sänder Wolfgang Niedecken und World Vision Mitarbeitern vom 10. bis 18. September im Ostkongo unterwegs ist. Ihr Ziel ist das neue Rebound-Projekt zur Rehabilitation von Kindersoldaten und missbrauchten Mädchen.

Grace lief von zuhause fort, um den Prügeleien ihrer Stiefmutter zu entkommen. Chantelle floh aus ihrem Dorf, weil Rebellen einfielen und plünderten und brandschatzten. Carole wurde von ihren Verwandten fortgejagt, nachdem ihre Eltern starben. Alle drei Mädchen kamen nach Beni, in der Hoffnung, dort in der Stadt auf irgendeine Art Hilfe zu erhalten. Aber die Hilfe gab es nicht. Sie waren hungrig, sie hatten kein Zuhause mehr. In Deutschland gäbe es vielleicht Optionen. Im Kongo nicht. Artikel lesen

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Teil 5 des Reiseblogs von Journalistin Andrea Jeska, die gemeinsam mit BAP-Sänder Wolfgang Niedecken und World Vision Mitarbeitern vom 10. bis 18. September im Ostkongo unterwegs ist. Ihr Ziel ist das neue Rebound-Projekt zur Rehabilitation von Kindersoldaten und missbrauchten Mädchen.

Dass die 20 Kilo, die man auf den Flügen der Vereinten Nationen mitnehmen darf, inklusive Handgepäck gelten, mussten wir am frühen Morgen lernen. Allein Wolfgang Niedeckens Gitarre wog sieben Kilo, die Filmausrüstung, die wir dabei haben, mehr als zehn. Vom Flughafenpersonal recht unfreundlich herum kommandiert, packten wir in aller Eile aus, was wir nicht brauchten und kletterten schließlich mit nicht viel mehr als einer Handvoll frischer T-Shirts in den Flieger.

Nach einer idyllischen Fahrt durch das schöne Ruanda hatten wir am Sonntagnachmittag die Grenze zum Kongo erreicht. Grenzformalitäten ohne Schwierigkeiten, noch vor Einbruch der Dunkelheit waren wir im schon vom letzten Jahr bekannten Hotel Ihusi, eines der wenigen Hotel, die Goma zu bieten hat. Im Morgengrauen dann zum Flughafen von Goma, wo wir den erwähnten Flug mit den UN nach Beni nahmen. Spektakuläre Aussicht auf Vulkankegel und endlose Waldflächen, manchmal ein Fluss, manchmal ein Dorf. Nach einer Stunde Flug dann endlich in Beni. Artikel lesen

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Teil 4 des Reiseblogs von Journalistin Andrea Jeska, die gemeinsam mit BAP-Sänder Wolfgang Niedecken und World Vision Mitarbeitern vom 10. bis 18. September im Ostkongo unterwegs ist. Ihr Ziel ist das neue Rebound-Projekt zur Rehabilitation von Kindersoldaten und missbrauchten Mädchen.

Früher bin ich mit Luftballons und Murmeln im Gepäck gereist. Ich stellte schnell fest, dass die Verteilung schwierig ist. Irgendein Kind steht immer daneben und geht leer aus. In Afrika schon deshalb, weil es einfach so viele Kinder gibt. Einmal reiste ich in ein kleines Flüchtlingslager nach Inguschetien im Nordkaukasus. Als Spende meiner drei Töchter und all ihrer Freundinnen hatte ich 36 Barbie-Puppen im Gepäck. Es waren 35 Kinder im Lager. Die letzte Puppe gab ich einer alten Frau, die mich darum bat. Sie habe noch nie in ihrem Leben eine Puppe besessen, sagte sie, und ich weinte fast, so berührt war ich.

In Afrika dagegen habe ich erlebt, wie sich Kinder um die Gaben prügeln und seitdem komme ich mit leeren Händen. Ich will nicht Schuld an einem blauen Auge, gebrochenen Rippen sein. Dabei tut es mir leid. Es wäre so einfach, ein paar Kinder glücklich zu machen. Artikel lesen

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