Silvia Holten


„Wald bedeutet Leben“, sagt Bauer Thomas Hera. Er lebt in der Region Humbo, ca. 6 Stunden Autofahrt südwestlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Vor sechs Jahren war Thomas noch anderer Meinung. Der nahe gelegene Wald wurde von ihm, seinen Nachbarn und den Generationen vor ihm bis auf den letzten Zweig abgeholzt. Sobald auch nur der kleinste Trieb aus dem Boden ragte, kam jemand, um es für Feuerholz abzuschneiden. Irgendwann war der ganze Berg kahl und nur noch mit rotem Sand, Geröll und Felsen bedeckt. Die wilden Tiere und Vögel waren in andere, fruchtbarere Regionen geflüchtet. Wenn es in Strömen regnete, rutschten der Sand, das Geröll und sogar große Felsen auf die Äcker, die unten am Berg lagen und zerstörten oft die Ernte. Regelmäßige Hungersnöte waren die Folge.

Ein von World Vision in den neunziger Jahren gestartetes Regionalentwicklungsprojekt erzielte zwar einige Verbesserungen durch Bewässerung und Landwirtschaftsschulungen. Jedoch verzweifelten die Mitarbeiter in Humbo zunehmend über die Rückschläge durch die ständig wiederkehrenden Hungersnöte und baten den Australier Tony Rinaudo, Agrar- und Wiederaufforstungs-Experte bei World Vision, um Hilfe. Artikel lesen

Kein Kommentar

Tony Rinaudo, "Erfinder" der FMNR-Methode überzeugte in Nairobi viele Politiker und Wissenschaftler vom Erfolg der natürlichen Wiederbegrünung.

Dritter Teil des Blogs von Silvia Holten über die Konferenz zur Wiederbegrünung Afrikas in Nairobi. Diesmal geht es um eine einfache, schnelle und vor allem erfolgreiche Methode, wie Bauern ihre ausgedorrten Äcker wieder in blühende Landschaften verwandeln können:

Artikel lesen

Kein Kommentar

Pressesprecherin Silvia Holten


Pressesprecherin Silvia Holten     berichtet aus Nairobi von der Konferenz zur Hungerbekämpfung und Wiederbegrünung Afrikas.

Im Vorfeld der „Beating Famine“ Konferenz in Nairobi haben wir heute zwei kenianische Bauern besucht, die „konservierende“ Landwirtschaft betreiben. Eigentlich hätte es heute in Strömen regnen sollen, da seit März Regenzeit ist, aber es war heiß und die Sonne schien – für unseren Projektbesuch von Vorteil, aber für die Natur und die Bauern in Kenia eine düstere Aussicht. Afrika hat am wenigsten zum Klimawandel beigetragen, wird aber am meisten darunter zu leiden haben. Konferenzteilnehmer aus Kenia erzählten mir, dass die Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Land bereits stark zu spüren seien. Die Regenzeiten setzten immer später ein und es regnete lange nicht mehr so stark wie in früheren Jahren. Artikel lesen

Kein Kommentar

 
Silvia Holten schätzt die Kultur Afrikas und fordert gemeinsame Anstrengungen zur Wiederbegrünung des Kontinents.

In diesen Tagen findet in Nairobi eine große Konferenz zum Thema “Wiederbegrünung Afrikas” statt. Für uns nimmt Silvia Holten an dem Treffen von Wissenschaftlern und Politikern teil. Hier ist der erste Bericht ihrer Reise nach Kenia und anschließend Äthiopien: Artikel lesen

Kein Kommentar

Tag des Waldes: Bauern in Niger erkennen Wert der Bäume

19.03.2012

Von Lauren Fisher, die aus Niger in Westafrika berichtet Seine abgearbeiteten und verschmutzten Hände zeigen deutlich, welchen Beruf Rabiou Mahamadous ausübt. Er ist Landwirt und lebt in der Region Zinder im Süden Nigers. Mit seiner Arbeit ernährt Rabiou schon sein Leben lang seine Familie. Mit Techniken, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden, hat [...]

Artikel lesen

Humanitäres Dilemma – die ständige Gradwanderung der Hilfsorganisation in Krisengebieten

09.03.2012

Katastrophen haben vielfältige Gesichter. Sie bahnen sich schleichend an und sind von Menschen gemacht oder zumindest beeinflusst, wie z.B. die Dürrekatastrophe in Ostafrika oder entstehen plötzlich durch Naturereignisse, wie die Erdbebenkatastrophen in Japan und Haiti. Manche Tragödien bleiben jahrelang unbemerkt und niemand kümmert sich. Besonders schlimm leiden immer die Kinder. Das Bedürfnis zu helfen ist [...]

Artikel lesen

Ausbeutung in Urlaubsländern: Touristen können Kindern helfen

27.09.2011

Ich liebe Asien und würde am liebsten jedes Mal im Urlaub in ein asiatisches Land fahren. Ich mag die Menschen, das Klima, das Essen, die Natur….fast alles. Was ich nicht mag und was mich immer wieder traurig stimmt, sind die vielen Straßenkinder und jungen Mütter, die mit ihren Babys auf der Straße sitzen und mich [...]

Artikel lesen

Aus Tal des Todes wurde ein Paradies

17.09.2011

Teil 6 des Reiseblogs von Pressesprecherin Silvia Holten aus Äthiopien „Immer wenn ich etwas esse, muss ich an meinen verstorbenen Mann denken, denn er starb, weil es nichts mehr zu essen gab.“ Mame ist heute eine 38jährige Frau, die 4 Kinder allein groß gezogen hat und während der großen Hungersnot im Jahr 1984 ihren Ehemann, 3 [...]

Artikel lesen

595 Quadratkilometer mit neuem Leben erfüllt

15.09.2011

Teil 5 des Reiseblogs von Pressesprecherin Silvia Holten aus Äthiopien Die sechsstündige Fahrt ins Antsokia-Tal, nördlich von Addis Abeba war recht angenehm. Die Straße war erstaunlich gut ausgebaut. Unterwegs begegneten uns immer wieder Menschen, die ihre Kuh- und Ziegenherden vor sich her trieben. Manche Frauen trugen riesige Bündel Holz und Äste auf ihrem Rücken. Leider [...]

Artikel lesen

Einer der größten Märkte in Afrika

14.09.2011

Teil 4 des Reiseblogs von Pressesprecherin Silvia Holten aus Äthiopien Heute konnten wir endlich alle unsere Genehmigungen abholen, damit wir nun ins Projektgebiet aufbrechen können. Dennoch war es gut, ein paar Tage in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu verbringen, um ein Gefühl für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Landes zu bekommen. Letztlich sprach ich [...]

Artikel lesen