
„Wald bedeutet Leben“, sagt Bauer Thomas Hera. Er lebt in der Region Humbo, ca. 6 Stunden Autofahrt südwestlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Vor sechs Jahren war Thomas noch anderer Meinung. Der nahe gelegene Wald wurde von ihm, seinen Nachbarn und den Generationen vor ihm bis auf den letzten Zweig abgeholzt. Sobald auch nur der kleinste Trieb aus dem Boden ragte, kam jemand, um es für Feuerholz abzuschneiden. Irgendwann war der ganze Berg kahl und nur noch mit rotem Sand, Geröll und Felsen bedeckt. Die wilden Tiere und Vögel waren in andere, fruchtbarere Regionen geflüchtet. Wenn es in Strömen regnete, rutschten der Sand, das Geröll und sogar große Felsen auf die Äcker, die unten am Berg lagen und zerstörten oft die Ernte. Regelmäßige Hungersnöte waren die Folge.
Ein von World Vision in den neunziger Jahren gestartetes Regionalentwicklungsprojekt erzielte zwar einige Verbesserungen durch Bewässerung und Landwirtschaftsschulungen. Jedoch verzweifelten die Mitarbeiter in Humbo zunehmend über die Rückschläge durch die ständig wiederkehrenden Hungersnöte und baten den Australier Tony Rinaudo, Agrar- und Wiederaufforstungs-Experte bei World Vision, um Hilfe. Artikel lesen






