Unser Kollege Lutz Hahn von World Vision Schweiz hat diesen Bericht von seiner Reise zu den malischen Flüchtlingen in Niger mitgebracht. Zehntausende Menschen haben Mali wegen der Kämpfe verlassen um sich im Nachbarland Niger in Sicherheit zu bringen. Die Sicherheitslage verschärft die Lage der von Nahrungsmittelknappheit betroffenen Bevölkerung zusätzlich. Laut den Vereinten Nationen sind zur Zeit bis zu 18 Millionen Menschen in der Sahelzone von der Nachrungsmittelkrise betroffen. Eine Millionen Kinder sind bereits von Unterernährung bedroht.
Video
Die Journalistin Kari Costanza hat die Kenianerin Sabina einen Tag lang begleitet. Sie wollte herausfinden, was es heißt, Wasser zum Trinken, Waschen und Kochen aus einem weit entfernten Flussbett hervorgraben und dann auf dem Rücken heimtragen zu müssen. Also nahm sie Sabina’s Rolle ein. Was ihr dabei durch den Kopf ging und was sie von der Afrikanerin lernte, erfahren sie in diesem Reportage-Video. Wir geben es im Originalton wieder, weil es so am authenischsten ist.
Am 11. März 2011 bebte im Nordosten von Japan die Erde. Eine Tsunamiwelle rollte über die Küste. In Folge der nuklearen Katastrophe starben über 15000 Menschen, viele Menschen werden noch immer vermisst. Innerhalb von 48 Stunden konnte World Vision ein Voraus-Team in die betroffene Region schicken. World Vision verteilte vor Ort Hilfsgüter, Essen wurde in Gemeinschaftsküchen bereitgestellt. In den Kinderschutzzentren von World Vision konzentrierte sich die Hilfe auf das Wohlergehen der Kinder.
Nahezu elf Millionen Menschen im Westen Afrikas sind nach Dürre,
Ernteausfällen und Nahrungsmittelpreissteigerungen mit einer akuten
Hungersnot konfrontiert. „Dies ist eine Katastrophe mit Ansage, wir
Hilfsorganisationen sind in der Verantwortung, schnell und vorsorgend
zu handeln, um tausende Menschen vor dem Hungertod zu bewahren. Wir
brauchen aber noch mehr Gehör”, appelliert Manuela Roßbach,
Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft. „Die Menschen in Niger
oder Tschad etwa haben sich kaum von der schweren Hungersnot 2010
erholen können. Schon in einem Jahr ohne Hungersnot sterben in Sahel
300.000 Kinder jährlich infolge schlechter Ernährung und fehlender
Gesundheitsvorsorge — Jetzt sind 400.000 stark unterernährt. Wir
versuchen, Schlimmeres zu verhindern: Dafür brauchen wir Unterstützung
durch Spenden.”
In Mali, Niger, Tschad, Senegal, Mauretanien und Burkina Faso betreiben
die Bündnispartner ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Help, Islamic
Relief und World Vision Nothilfe und verteilen etwa in Niger Nahrungs-,
insbesondere auch Nahrungsergänzungsmittel für Kinder unter fünf
Jahren. Die Helfer errichten dort und im Tschad Getreidebanken,
verteilen in Burkina Faso Saatgut für die nächste Anbauphase und
leisten medizinische Hilfe für unterernährte Kinder.





