Lutz Hahn in Haiti: Gezimmerter Kindergarten, gesunde Kost


Es ist noch dunkel, als wir uns auf den Weg zu einem Zeltlager außerhalb des Stadtzentrums von Port au Prince machen. Langsam kommt Leben in das Camp. Wir sehen Kinder beim Zähne putzen, Frauen beim Haare kämmen und Männer, die sich rasieren. Beim Rundgang fällt auf, dass überall WC-Anlagen errichtet wurden. Rund um die Zelte ist ein Kanalisationssystem gebaut worden. Das schützt die Bewohner vor Überschwemmungen, die gerade jetzt in der Regenzeit üblich sind.

Auf einem Beton-Fundament ist ein aus Holzwänden zusammengezimmertes Gebäude entstanden, das als Kindergarten genutzt wird. Geschützt wird es durch ein Wellblechdach. Es ist angenehm kühl in dem Raum, als mehr und mehr kleine Kinder dort zur Betreuung abgegeben werden. Der Geräuschpegel von weinenden, lachenden und spielenden Kindern ist gewaltig. Das heillose Durcheinander formt sich aber schnell zu einem schönen Kinderlied, welches zur Begrüssung angestimmt wird. Spielsachen gibt es hier nicht. Es werden leere Blätter verteilt, auf die die Kinder mit einem Farbstift etwas malen dürfen (das ist in den Kinderzentren von World Vision anders).

Während die Jungen und Mädchen im Kindergarten sind, wird in einem anderen Teil des Camps bereits das Mittagessen gekocht. Es wird Wert darauf gelegt, den Kindern eine möglichst ausgewogene Ernährung anzubieten. Das schützt sie vor Krankheiten und stärkt ihre körperliche Entwicklung. Beim Blick in die Kinderaugen frage ich mich, in was für eine Zukunft sie hineinwachsen werden?

Koordiniert wird die Camp-Arbeit von einer haitianischen Hilfsorganisation, die in enger Kooperation mit dem Bündnis Aktion Deutschland hilft steht, zu dem auch World Vision gehört. Es scheint, dass das Zusammenwirken der verschiedenen Hilfsorganisationen in diesem Camp sehr erfolgreich geschieht.

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