Dirk Niebel in Georgien: Hilfe zur Selbsthilfe für Binnenflüchtlinge

Dirk Niebel legt in Anwesenheit des georgischen Ministers und der Mitarbeiter von World Vision symbolisch den Grundstein für ein Gewächshaus – eine von mehreren Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut unter den Binnenflüchtlingen in Georgien.

Im Rahmen seiner Georgien-Reise hat Minister Dirk Niebel am 1. Juni ein von der Bundesregierung gefördertes Hilfsprojekt für Binnenflüchtlinge im ländlichen Georgien besucht. Gemeinsam mit dem georgischen Minister für Flüchtlingsangelegenheiten gab er das Startsignal für den Bau eines 330 m² großen Gewächshauses, das Bewohnern der Flüchtlingssiedlung Tserovani ein Einkommen verschaffen soll.

 

„Mit unseren Partnern ‘Rural Development for Future Georgia’ und World Vision können wir hier sinnvolle Maßnahmen zur Armutsreduzierung umsetzen“, sagte Dirk Niebel vor Ort. „Wir kooperieren mit World Vision in mehreren Ländern, und ich bin überzeugt davon, dass die Zusammenarbeit in Georgien ebenso erfolgreich verlaufen wird wie in anderen Ländern.“

Im Zuge des Konflikts um Südossetien 2008 wurden in der Region Mzcheta-Mtianeti über 8.000 Binnenflüchtlinge angesiedelt. Da es für diese Menschen in der schwach entwickelten Region schwierig ist, bezahlte Jobs zu finden und Jugendliche kaum Ausbildungsangebote haben, kämpfen die Familien mit Kleinhandel und Gartenbau am Haus um den täglichen Lebensunterhalt oder sind ganz auf Sozialhilfe angewiesen. Daher unterstützen die georgische und die deutsche Regierung (über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Projekte zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung und Integration der Binnenflüchtlinge.

Die Bewohner der Siedlungen beteiligen sich an Arbeiten im Projekt.

Das aktuelle Projekt bietet verschiedene Schulungen an – beispielsweise in moderner Landwirtschaft und Viehzucht, Budgetmanagement und Vermarktung von Produkten. Hinzukommen Hilfen für die Umsetzung von Entwicklungsinitiativen und den Wissensaustausch unter Kooperativen. Jugendliche werden gezielt daran beteiligt.

„Deutschland hat uns seit dem Konflikt in großem Umfang unterstützt“, lobte Minister Koba Subeliani. „Für die Binnenflüchtlinge wurden 300 Häuser mit deutscher Unterstützung gebaut“. Er betonte auch, dass die georgische Regierung jetzt Anstrengungen unternehme, um den Binnenflüchtlingen eine Lebensgrundlage zu verschaffen und dass der deutsche Beitrag dazu sehr geschätzt werde.

 

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