Mit den Bällen Kind und Arbeit jonglieren

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Premiere! An diesem Mittwoch (14.11.2012) fand die erste Veranstaltung unserer Themenreihe "Kindheit" statt. Zentrales Thema der Veranstaltung war die "“Work-Child-Balance" - Einflüsse gesellschaftlichen Lebens auf kindliche Lebenswelten“. Es drehte sich also alles rund um die Problematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein Bericht von Leonie Reuss:

Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen hielten Vorträge: Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner aus der Politik, Sabine Andresen aus der Wissenschaft und Ursula Diez-König aus der Praxis. Aber nicht nur die Erwachsenen kamen zu Wort, sondern auch Kinder und Jugendliche selbst.
Der Vorstandsvorsitzende von World Vision Deutschland, Christoph Waffenschmidt, machte schon in seiner Begrüßung klar, dass viele Menschen von den Schwierigkeiten betroffen sind, alles unter einen Hut bringen zu müssen. Mit verschiedenen Bällen müsse auch er jonglieren, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Tochter Charlotte (5) demonstrierte dies gekonnt mit einem orangen Luftballon.

“Work-Child-Balance” aus Sicht der Kinder

Danach sprach der hessische Sozialminister Grüttner von der Verantwortung der Politik für eine Work-Child-Balance. Sabine Andresen, Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt, schloss mit Ergebnissen aus der Theorie an und berichtete über die beiden World Vision Kinderstudien von 2007 und 2010.

Die Referenten: Sozialminister Grüttner, Prof. Andresen, Dipl. Päd. Diez-König

Die Diplom-Pädagogin Ursula Diez-König knüpfte mit praxisnahen Beispielen aus ihrer täglichen Arbeit im hessischen KinderTagespflegeBüro an, konnte aber auch von persönlichen Erfahrungen mit ihrer eigenen Familie berichten. Ein von World Vision produziertes Video zeigte Interviewausschnitte von Schülerinnen und Schülern der Rhein-Main International Montessori School (RIMS). Die Jugendlichen schilderten ihre Erfahrungen mit arbeitenden Eltern. Mit großer Begeisterung aufgenommen gab es allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit eine ganz andere Perspektive und Sichtweise auf die Thematik zu erfahren.
Die abschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Katharina Gerarts und gemeinsam mit den drei Jugendlichen, Luis, Lisa und Sven, rundete die Veranstaltung ab und gab noch einmal Gelegenheit für Nachfragen und Anregungen.

1 Kommentar

  1. A_Heinrich, 16. November 2012

    Scheint eine gelungene Veranstaltung gewesen zu sein. Bekommt man irgendwo noch mehr Einblicke, in das, was die Referenten gesat haben?
    Die Work-Child-Balance ist auch für mich eine besondere Herausforderung. Die Kinder dürfen nie zu kurz kommen, und doch kommt man manchmal in Situationen, wo einem die Balance zwischen Familie, Kindern, Hausarbeit, und Beruf zu entgleiten scheint.

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