Nahrung erreicht hungernde Flüchtlinge im Ostkongo

Endlich etwas im Magen haben diese durch immer neue Kämpfe entwurzelten Kinder, nachdem in der Region Goma am Wochenende Nahrungsmittel verteilt werden konnten.

Endlich etwas im Magen haben diese durch immer neue Kämpfe entwurzelten Kinder, nachdem in der Region Goma am Wochenende Nahrungsmittel verteilt werden konnten.

 

Mitarbeiter von World Vision haben am Samstag mehrere Verteilstellen in Flüchtlingslagern und in zwei Schulen eingerichtet.

Gleichzeitig haben Gewaltopfer und Flüchtlinge in der Region am Wochenende erstmals wieder humanitäre Hilfe erhalten. World Vision verteilte am Samstag und Sonntag Lebensmittelrationen aus Maismehl, Bohnen, Speiseöl und Salz an rund 24.500 Menschen. Die Lebensmittel kamen aus Lagern in der Region, und das Welternährungsprogramm stellte Lastwagen, um sie zu den Verteilstellen zu bringen. Erster Anlaufpunkt war das Flüchtlingslager Mugunga 1 vor den Toren der Stadt Goma. Weitere Verteilungen fanden in dem Lager Lake Vert und in zwei Grundschulen in Goma statt. Die Schulen hunderte Familien, die durch den aktuellen Konflikt vertrieben wurden.

 

Die Behausungen im Lager Mugunga sind aus Stroh, Tüchern und ein paar Planen zusammengehalten. Vor dem starken tropischen Regen, der jetzt fast jede Nacht fällt, können sie die Menschen kaum schützen.

Während der Kämpfe hätten Soldaten ihnen sogar noch Planen gestohlen berichten Bewohner den World Vision-Mitarbeitern.

Dominic Keyzer, Advocacy-Manager bei World Vision, empfand besonders die Zustände im Flüchtlingslager Lac Vert als schlimm. Er sah dort viele unterernährte und kranke Kinder. “Manche hatten den typischen aufgeblähten Bauch, einige wirkten abwesend und völlig lethargisch, weil sie keinen Zugang zu genügend Nahrung hatten “, berichtet er. Bei einem vorhergehenden Erkundungsgang durch das Lager sah er ein 13jähriges Mädchen, das vor Hunger weinend zusammengebrochen war. „Sie hatte seit Tagen nichts gegessen. Sie war mit ihrer Großmutter gekommen. Den Kontakt zu ihren Eltern hatte sie vor ein paar Monaten bei der Flucht aus Rutshuru verloren“, so Kyzer weiter.

Nur ein provisorisches Schlaflager, aber noch keinen Schutz gegen Regen hat diese Frau.

In der Stadt Goma herrscht zur Zeit angespannte Ruhe. Die Rebellen lassen die Hilfsorganisationen bisher ungehindert arbeiten. Da der Flughafen geschlossen wurde, sind Hilfsfüge allerdings nicht möglich.

” Flüge sind absolut notwendig, um in einer Situation wie dieser helfen zu können”, sagt Dominic Keyzer.

Unter dem Stichwort „Hilfe für Flüchtlinge im Kongo“ bittet World Vision um Spenden.

Spendenkonto:
Evangelische Kreditgenossenschaft,
Konto 8800, BLZ 520 604 10

 Hier können Sie direkt online spenden. Vielen Dank!

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